Moderne Westernmusik – TRAILS live im Stilbruch

Arcade Fire und Imagine Dragons prallen auf Gavin DeGraw und Mumford & Sons. So in etwa könnte – wenn überhaupt – die Musik von der Münchner Band Trails umschrieben werden.

Trails machen einzigartige Urban Westernmusik. Filigran und zerbrechlich im ersten und rockig im nächsten Moment. Von Pop- über Stoner- bis Post-Hardcore-Allüren, ihr Repertoire ist groß. Mit Instrumenten wie Gitarre, Geige, Cello und Kontrabass nimmt die sechsköpfige Combo die Zuschauer auf einen musikalischen Western Roadtrip mit, getragen von den mal sanfteren, mal raueren , cleanen Vocals von Patrick Roche. Neben seinem musikalischen Engagement ist der Trails-Sänger als Synchronsprecher tätig und verleiht in der deutschen Version u.a. Kit Harrington (Jon Snow) in „Game of Thrones“ die Stimme.

Nun kommen Trails im Rahmen ihrer aktuellen Tour in den Stilbruch.

Los geht’s heute Abend (23.11.2018) um 23 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

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Besetzung Trails!

Patty Roche | Vocals/Guitar
Luca Wollenberg | Guitar/Vocals

Simon Chmel | Drums
Felipe Andrade | Bass
Tobias ‚T-Bone‘ Brügge | Banjo/Fiddle/E-Guitar
Isabella Miller | Cello/Piano

Hier eines der Videos von Trails:

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Plattentreffen | Schwingt das Tanzbein

… heißt es, wenn Tellerdreher Knakki, Le Chopin, Feiersdorfer und Skannibal Lecter beim Plattentreffen dem Stilbruch-Publikum mit ihren Lieblingsplatten einheizen. Seit Anfang 2018 verwandeln Knakki und Co in regelmäßigen Abständen unsere Kneipe zu einer alternativen Disko. Dabei decken sie ein breites Spektrum ab: von Punk Rock über Gipsy bis Folk – die Stile sind vielfältig. Und es darf immer gezappelt und Bier getrunken werden. Welche Rolle dabei Ferdi Fuchs Würstchen und Pfümmel einnehmen, erfahrt ihr im Interview.

Die Plattentreffen-Crew

STILBRUCH: Was ist das Plattentreffen?
Das Plattentreffen ist eine Tanzveranstaltung für Jung und Alt. Wir sind ein paar Freunde, die an Punk Rock Spaß haben und gerne dazu tanzen. Ursprünglich wurde die Veranstaltung von Stefan (Stilbruch) ins Leben gerufen. Knakki hat dabei jeden Montag Platten und CDs aus seiner Sammlung aufgelegt. Nach einiger Zeit entstand gemeinsam mit Le Chopin die Idee, eine Wochenendveranstaltung zu etablieren, bei der sich alles um Punkrock, Tanz und Bier dreht.
Eines Abends brachte auch Feiersdorfer spontan seine Platten mit in den Stilbruch… seitdem ist er fester Bestandteil der Crew.

Ihr seid heute nur zu dritt. Eigentlich zählt zu eurem Kollektiv auch Skannibal Lecter.
Skannibal Lecter ist unser Ska-Experte. Mittlerweile ist er aus der Plattenkiste nicht mehr wegzudenken.
Generell steht die Idee im Raum, zusätzlich wechselnde Gast-DJs mit ins Boot zu holen. Lasst euch überraschen!

In diesem Jahr habt ihr das Sandkerwa-Warm-Up im Stilbruch gestaltet. Doch eher ungewöhnlich, oder?
Wie Profis so sind, waren wir mit unserer Planung etwas knapp dran und alle DJ-Spots waren bereits vergeben. Da dachten wir uns: Kerwa ist sowieso nicht lang genug, da schlagen wir einfach einen Tag früher zu.

Zum Technischen: wie legt ihr auf? Wie sieht das Equipment aus?
In der Regel haben wir zwei Plattenspieler und CDJs. Wir wollen einfach analog bleiben. Musik sollte in unseren Augen immer etwas zum Erleben sein. Einfach nur auf Play zu klicken erschien uns für unseren Musikstil unpassend.

Für euer Publikum haltet ihr auch immer Goodies und Preise bereit. Nennt doch mal ein paar Beispiele.
Richtig. Es werden nicht nur Platten aufgelegt, sondern es gibt auch immer etwas zu gewinnen, zum Beispiel Ferdi Fuchs Würstchen… oder Pfümmel-Shots (Anm. d. Red.: halb Kümmel, halb Pfeffi). Aber auch Jutetaschen mit Plattentreffen-Logo halten wir in limitierter Stückzahl für euch bereit. Außerdem schwarze, runde Aufkleber. Und die kleben!

Abschließend: ihr verlangt keinen Eintritt. Das ist für die Besucher natürlich ein Anreiz…
Es soll eine Veranstaltung bleiben für alle, die sich dafür begeistern können und wir wollen keine Hürde ziehen durch irgendein Eintrittsgeld.

Danke für das Interview.


Immer am dritten Freitag des Monats findet das Plattentreffen statt. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und mit Plattendreher Knakki und seinen Freunden mal einen Pfümmel-Shot trinken, ein Würstchen genießen oder einfach nur zu sanften Punkklängen das Tanzbier schwingen wollt, dann checkt die nachfolgenden Termine:

Plattentreffen - Die kommenden Termine

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Keine Band ist auch keine Lösung | halloJulia!

HalloJulia! kommen aus Berlin-Mitte, bezeichnen ihre Musik als Trash-Pop und stehen nächsten Freitag, den 17.03. zum 2. mal auf der Stilbruch-Bühne. Wir haben mit Percussionistin Brigitte gesprochen.

STILBRUCH: Ihr glänzt im neuen Jahr nicht nur mit neuem Video, sondern auch mit neuer Homepage. Ist das der erste Schritt zur Weltherrschaft?
BRIGITTE: (lacht) Ganz unbedingt. Die Homepage bekommt sogar noch eine neuere Version drauf, die Weltherschaft kann dann auch nicht mehr weit sein.

Wäre doch schön, wenn ihr die Weltherrschaft mit neuen Songs erobert. Kommt denn bald ein Album?
Tatsächlich werden wir mit neuen Songs im Gepäck auf eurer Bühne stehen. Für den Spätsommer ist dann auch eine neue CD geplant. Dafür haben wir auch kürzlich einen Spendenantrag gestellt, um das Studio finanzieren zu können. In ein Paar Wochen quartieren wir uns dann für ein Paar Tage in der fränkischen Schweiz ein, um in Ruhe an der neuen Scheibe zu arbeiten.

Wir freuen uns darauf! Ihr definiert eure Musik als Trash-Pop. Ich denke dabei an erster Linie an 90er Jahre Tracks, wie den Coco Jambo von Mr. President. Was genau kann man sich darunter vorstellen?
Gute Frage. Wir fanden es extrem schwer, einen Genre-Titel für unsere Musik zu finden. Nachdem wir uns mit einigen Freunden beraten haben, sind wir auf Trash-Pop gekommen. Da wir viele Spaß- und Quatschelemente in unsere Musik einbauen, dachten wir, mit der Bezeichnung Trash-Pop fahren wir am besten. Am besten man macht sich einfach live ein Bild davon!

Neugierieg macht es auf jeden Fall. Wie seid ihr drei denn eigentlich musikalisch zusammen gekommen? Fing das alles auf dem Sommerfest des Leichtathletikverbandes an?
(lacht) Auch wenn das Sommerfest des Leichtathletikverbandes ein einschneidendes Erlebnis für uns, und vor Allem für Julia, darstellt, kennen wir uns tatsächlich schon länger. Wir drei haben zusammen vor einigen Jahren in einer Marching-Band gespielt und sind seit dem befreundet. Etwa 4 Jahre später, als wir alle zu viel Zeit hatten, kamen wir auf die Idee, zusammen Straßenmusik zu machen. Das ganze haben wir dann einmal bei schlechtem Wetter am Berliner Alexanderplatz ausprobiert. Nachdem wir dabei ganze 3 Zuhörer hatten, haben wir uns dann doch entschieden, das ganze etwas anders anzugehen.

Hauptsache, ihr habt damit weiter gemacht. Wie seid ihr dazu gekommen, den Waschmaschinenschlauch in euer insgesamt schon kurioses Instrumentenreservoir aufzunehmen?
Tatsächlich hat unsere Glockenspielbeauftragte Lizzie das Spielen des Waschmaschinenschlauchs von ihrem Vater gelernt. Ihr Papa spielt Trompete und hat für verschiedene Projekte den Schlauch als Instrument ins Spiel gebracht.

 Themenwechsel. Wenn du in einer anderen Band deiner Wahl spielen könntest, welche wäre es nicht?
(lacht) Ich habe schon in vielen Bands gespielt, deren Musik ich mir selbst nicht unbedingt anhören würde. Ich denke, die Hauptsache ist es, dass die Leute, mit denen man arbeitet, Humor mitbringen. Es ist wahnsinnig anstrengend mit humorlosen Menschen zu arbeiten. Aber wenn das musikalische und das zwischenmenschliche stimmt, kann man beinahe überall mitspielen.

halloJulia! nach dem Soundcheck am 13. Juli 2017 im Stilbruch.
halloJulia! nach dem Soundcheck am 13. Juli 2017 im Stilbruch.

Interessant, welche Ideen das Trompetespielen mit sich bringt. Eine letzte Frage zum Abschluss: Wie hat es euch denn nach dem Auftritt im letztzen Jahr zurück nach Bamberg verschlagen?
In erster Linie ist unser Konzert im letzten Juni überraschend gut angekommen. Dabei ein großes Lob an euer Team, wir haben uns bei euch pudelwohl gefühlt. Auf der anderen Seite hat uns das lustige gemischte Publikum sehr gut gefallen. Alles in Allem sind Bamberg und der Stilbruch  schöne Orte, an die man gerne zurück kommt. Wir freuen uns jedenfalls riesig auf das Konzert und auf tolles Publikum.

Auch wir freuen uns auf euren Besuch. Vielen Dank für das Interview!
Falls ihr noch mehr über die Band wissen möchtet, empfehlen wir euch noch einmal den Blog-Artikel aus dem Vorjahr:

Vorgestellt | halloJulia!

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Besetzung halloJulia!

Julia (Elektro-Gitarre, groß raus bringen, rum stehen)
Kati Brien (Gitarre, Vocals, Sprachrohr, Sonstiges)
Lizzy Scharnofske (Glockenspiel, Vocals, Waschmaschinen-Schlauch, Sonstiges)
Brigitte Haas (Percussion, Vocals, Kröte, Sonstiges)

Hier das neue Video des Beliner Trios:

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Pili Loop im Stilbruch

Seit Jahren kommt der King of Loop  nach Bamberg in den Stilbruch – am 16. Dezember 2017 ist es wieder so weit. Mit seinen auf der Bühne angefertigten Loops begeistert er in Dauerschleife die Gäste und spielt meist seine Favoriten aus den 90ern.

Pili heißt eigentlich Phillippe Grassal, wie sein Name schon vermuten lässt, kommt er gebürtig aus Frankreich. Schon früh hat er mit seiner Musik begonnen, um sich sein Studium zu finanzieren und ist somit schon seit 17 Jahren live unterwegs. Seine One-Man-Show ist ihm am liebsten, da er sich gerne nur auf sich selbst verlassen will. Vor 2005 musizierte er lediglich in Paris. Obwohl er schon 1997 in Bamberg war, um besser Deutsch zu lernen. Sein aller erstes Konzert in Deutschland war im Stilbruch.

Er begann lediglich mit einem Multitrackrekorder und hat sich selbst geloopt, 2000 kam jedoch die langersehnte Loopstation zum Einsatz. Loopen bedeutet für ihn eine „Verlängerung seines Gehirns“ zu haben und seine Gefühle und Gedanken mit Hilfe von Keyboard und Gitarre auszudrücken. Nicht nur das, er möchte Leute begeistern und zum Spaß animieren.

Sein besonderes Talent ist jedoch, dass er die Musik analysiert ohne Noten lesen zu können. Er hört jede einzelne Musikspur eines Liedes und analysiert die Akkorde – nur mit seinem Gehör! So sagt er selbst, er spielt mit ♥ und Gehirn.

 

 

 

 

Wein-Wissen | Wissenswertes über unser Weinsortiment

„Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“ – sprach Goethe, und hatte Recht. Deshalb stellen wir euch hiermit vier Weine aus unserem hauseigenen Sortiment vor, auf dass ihr nie wieder einen schlechten trinken müsst.

#1 – SILVANER – Weingut Brennfleck: Sulzfeld am Main, Franken, Deutschland
Ein Weißwein aus Frankens bekanntestem Weinanbaugebiet nahe Würzburg. Hier, wo  der Main sich mit der Zeit in den fränkischen Kalkstein gegraben hat, säumen nicht enden wollende Weinberge den Lauf des Flusses. Von dort her stammt unser Silvaner, genauer: Vom Weingut Brennfleck, einem kleinen Familienbetrieb, der bereits zahlreiche preisgekrönte Weißweine gekeltert hat. Leicht gekühlt ist dieser Silvaner  die perfekte Erfrischung für einen lauen Sommerabend – und auch sonst zu jeder Zeit.

#2 – BACCHUS – Weingut Wirsching: Iphofen, Franken, Deutschland
Einen Steinwurf von Sulzfeld am Main entfernt liegt Iphofen, der Ort, aus dem unser  trockener Bacchus stammt. Hier hat ein fränkischer Traditionsbetrieb, der sich seit 1630 im Familienhand befindet, seinen Sitz: das Weingut Wirsching. Drei Generationen sorgen sich um die Reben, um das Keltern und selbstverständlich um die Verköstigung der Weine. Enstprechend gut sind Qualität und Geschmack. Auch hier gilt: gekühlt genießen, jederzeit und überall.

#3 – LA ESTAFETA TEMPRANILLO – Weingut Fontana Bodegas & Viñedos: Uclés, Spanien
Ein reinsortiger, trockener Rotwein aus Uclés, dem jüngsten Weinanbaugebiet Spaniens, gelegen im Herzen des Landes zwischen Madrid und Valencia. Tempranillo („der kleine Frühe”) ist die bedeutendste spanische Rebsorte, aus der eine Vielzahl großer und bekannter spanischer Rotweine gekeltert werden. La Estafeta passt perfekt zu mediterranen Gerichten und lauen Sommerabenden, beides bei uns im Angebot.

#4 – CASA CARMELA DULCE – Weingut Bodegas Castaño: Yecla, Spanien
Ein lieblicher Rotwein aus Yecla, im bergigen Südosten Spaniens unweit von Valencia gelegen. Der Casa Carmela setzt sich aus zwei Rebsorten zusammen, Monastrell (85 %) und Syrah (15 %), was ihm eine saftige und süße Beerennote verpasst. Entsprechend schmeckt dieser Rotwein leicht gekühlt vor allem zu Desserts oder würzigem Käse.

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Bilderbuch | Schlau & draußen 2017

Da wir nicht an Petrus glauben, sondern selbstredend an Teššup, den Wettergott der Hurriter – alles andere wäre ja schon etwas weird! -, bedanken wir uns artig bei ihm, dass er mit den Regenschauern bis heute gewartet und uns gestern einen so schönen – vorerst –  letzten Sommerabend beschert hat. Wir werden ihm am heutigen Abend viel Bier opfern! Für alle, die das bereits gestern getan haben, sich entsprechend an nichts mehr erinnern können, oder das Open Air Quiz gar verpasst haben, hier einige Fotos:

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Vorgestellt | halloJulia!

Morgen Abend, am 13. Juni, stehen sie auf der Bühne des Stilbruch: halloJulia! aus Berlin. Dass ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt und was euch erwartet, hier die Vorstellungsrunde einer Band, die man, wie sie selber von sich sagen, durchaus als unbeschreibliches Gesamtkunstwerk bezeichnen kann. Wir versuchen es dennoch:

„Keine Band ist auch keine Lösung“ …
– dachte sich Julia (auf dem Titelfoto rechts) und gründete 2015 mit Kati (Gitarre, Gesang), Lizzy (Glockenspiel, Gesang) und Brigitte (Percussion, Gesang) die Berlin-Mitte-Band halloJulia! Gemeinsam treten sie auf in elegant-lässiger Sportklamotte, denn nichts unterstreicht ihren fetzigen Sound mehr als speckig-glänzende, gold-, blau und schwarzfarbene Retro-Leggins. Funky.

Sie spielen … 
poppigen Funk – eine Mischung aus Jazz, Ballett, elektronischer Musik, chorischem Singen, Modern Dance und klassischer Musik – und singen deutsche Texte, die Geschichten von Alaskafischern, Polizei, Pommes, Aschenbecher, Müll und Exfreunden erzählen. Zeitlose Themen also, die ein jeder und eine jede aus dem persönlichen Alltag kennt. Unbedingt reinhören:

Sie sind unterwegs …
auf den Bühnen in Berlin und Brandenburg und machen sich nun auf, um nun auch in Sachsen und Oberfranken Currywurst mit Pommes salonfähig zu machen. In Bamberg spielen sie am 13. Juni, also am morgigen Dienstag. Los geht’s um 22 Uhr im Stilbruch.

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Titelbild © hallo Julia!

Sandkerwa-Alternativen

Seit dieser Woche steht endgültig fest: 2017 wird es keine Sandkerwa geben – das erste Mal seit 1951. Warum nicht? Der Bürgerverein Sand und die Stadt Bamberg fanden bei einem für Dienstag anberaumten Schlichtungsgespräch zumindest für die diesjährige Kerwa keinen gemeinsamen Nenner. Zeit, sich über die passenden Alternativen Gedanken zu machen. Wir haben für diejenigen, die bereits den Urlaub eingereicht, sich in den Hotels einquartiert und das Wochenende vom 24. bis zum 28. August in Bamberg geplant haben, zwei Alternativen zusammengetragen: zwei Dinge – die Kerwa im kleinen auf der einen und ein kleines Festival im Stilbruch auf der anderen Seite

Alternativen 1 bis 14: Eine Kerwa im Bamberger Land besuchen
Bamberg, Bier- und Genussregion, bietet nicht nur im Stadtgebiet eine schier unerschöpfliche Vielfalt an unterschiedlichsten Kirchweihen. Denn die gibt es auch im   Umland – Ende August, zumeist aber natürlich im Schatten der großen Sandkirchweih stehend. Nicht so dieses Jahr: Ob Merkendorf, Priesendorf, Priegendorf (alle 24. bis 28. August), Scheßlitz, Oberhaid, Thüngfeld, Oberharnsbach, Wingersdorf (alle 25. bis 28. August), Weipelsdorf, Untersteinach, Unterleiterbach (alle 26. bis 27. August) oder Kemmern, Burggrub und Freudeneck (26. bis 28. August) – 14 verschiedene Kerwas finden alleine am letzten August-Wochenende im Bamberger Landkreis statt. Genug Platz, um die 300.000 Besucher der Sandkerwa unterzukriegen? Wohl kaum. Aber ganz sicher Orte, an denen man entspannt und in uriger Atmosphäre gutes Bier trinken kann.

Alternative 15: Das Best-of-Stilbruch-Festival im – tadaaa – Stilbruch besuchen
In der Sandstraße wird nicht nichts passieren. Denn alternativ zur Sandkerwa wird der Stilbruch am letzten August-Wochenende ein kleines, fünftägiges Festival abhalten – mit DJs, Musikern und Künstlern, mit leckerem Essen und noch feinerem Bier, mit guter Laune und jeder Menge Spaß. Den Ideen, auch euren, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Also bringt euch ein, macht Vorschläge, was ihr hören, sehen, essen, trinken und erleben wollt. Wir nehmen all eure Anregungen sorgfältig auf, sodass es ein tolles gemeinsames Wochenende wird. Auch ohne Sandkerwa.

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Sandkerwa 2017 – ja, nein oder doch vielleicht?

Die Kerwa ist tot, es lebe die Kerwa! Die Sandkerwa ist auch im Stilbruch Tradition. Entsprechend beobachten wir mit Argusaugen, wie viele Akte dieses Drama noch bietet. Findet sie nicht statt, oder etwa doch? Wer in der aktuellen Informationsflut bereits jetzt den Überblick verloren hat: Hier die Geschichte und die Entwicklungen der Sandkerwa-Absage.

Die Absage
Es ist Mittwoch, der 3. Mai 2017, 18.50 Uhr. Ein Unwetter bricht los in den sozialen Netzwerken: „Bamberger Sandkerwa abgesagt“, wird dort von den einschlägigen Portalen eiligst vermeldet. Eine Absage, die den Großteil der Bamberger offenbar eiskalt erwischt. Klar, wenn der Urlaub von langer Hand geplant, das Dirndl bereits gebügelt und die Lederhose schon entlüftet ist.

Entsprechend hitzig und kontrovers wird die Diskussion in den sozialen Netzwerken geführt. Und Schuldige, die sind schnell gefunden: Die Stadt Bamberg, die in den vergangenen Jahren die Sicherheitsauflagen und somit auch die Last für den Bürgerverein Sand stetig erhöht habe; der Bürgerverein selbst, der in Geld schwimme und den Hals nicht voll genug bekomme; und natürlich bedanken sich einige, dem aktuellen Zeitgeist entsprechend, auch artig bei Kanzlerin Merkel. Es gibt aber auch diejenigen, die ob dieser Meldung sichtlich erfreut sind: „Endlich mal kein vollgekotzter Vorgarten.“

Die Reaktion
Es ist Donnerstag der 4. Mai 2017. Retten wolle man die Sandkerwa, so verlautet die Stadt vollmundig als Reaktion auf die tags zuvor durch den Bürgerverein Sand verkündete Absage. Ein für Donnerstagabend kurzfristig anberaumtes Schlichtungsgespräch zwischen den Sandkerwa-Verantwortlichen und der Stadt Bamberg platzt jedoch. Die Folge: Ein Kompromiss rückt in weite Ferne und damit auch die Traditionskirchweih 2017. Spekuliert wird bereits über einen von der Stadt organisierten Plan B – eine Ersatzkerwa – inklusive Sponsoring und Eintrittsgeld.

Die Pressekonferenz
Es ist Samstag, der 6. Mai 2017. Was folgt ist die Pressekonferenz des Bürgervereins und die Antwort auf die Frage nach dem Warum: Als Gründe angeführt werden die erhöhte finanzielle Belastung aufgrund der gestiegene Sicherheitsanforderungen und die hohe Besucherzahl – in den letzten Jahren immerhin rund 300.000 Menschen -, die das Sandgebiet bereits an die Belastungsgrenze bringt. Eine ehrenamtliche Verantwortung der Sandkerwa sei so nicht mehr zu verantworten. Eigentlich wiederholt sich also das, was in den Jahren zuvor seitens des Bürgervereins bereits an die Stadt Bamberg herangetragen wurde, die in der Vergangenheit aus Sicht des Bürgervereins ihre Unterstützung jedoch verwehrte. Diesmal mit den bekannten Folgen.

Die Verhandlungen
Trotz gegenseitiger Schuldzuweisungen scheint Stand heute ein Dialog wieder möglich. Kommenden Dienstag, am 16. Mai,  treffen sich die Verantwortlichen des Bürgervereins Sand und der Stadt, darunter OB Starke (SPD), zum Gespräch, um die Bamberger Sandkerwa 2017 doch noch zu retten. Das Aus, das in Stadt und Land für derartiges Aufsehen gesorgt hat, scheint also noch abwendbar. Informationen über die Zukunft der Traditionskirchweih, so die Verantwortlichen der Stadt Bamberg, werde es allerdings erst nach diesem Treffen geben.

Und sollte die Sandkerwa 2017 tatsächlich endgültig abgesagt werden, was wir natürlich inständig nicht hoffen, haben wir trotzdem immerhin diese tollen Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr:

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