Archiv der Kategorie: #mussmanwissen

Wein-Wissen | Wissenswertes über unser Weinsortiment

„Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“ – sprach Goethe, und hatte Recht. Deshalb stellen wir euch hiermit vier Weine aus unserem hauseigenen Sortiment vor, auf dass ihr nie wieder einen schlechten trinken müsst.

#1 – SILVANER – Weingut Brennfleck: Sulzfeld am Main, Franken, Deutschland
Ein Weißwein aus Frankens bekanntestem Weinanbaugebiet nahe Würzburg. Hier, wo  der Main sich mit der Zeit in den fränkischen Kalkstein gegraben hat, säumen nicht enden wollende Weinberge den Lauf des Flusses. Von dort her stammt unser Silvaner, genauer: Vom Weingut Brennfleck, einem kleinen Familienbetrieb, der bereits zahlreiche preisgekrönte Weißweine gekeltert hat. Leicht gekühlt ist dieser Silvaner  die perfekte Erfrischung für einen lauen Sommerabend – und auch sonst zu jeder Zeit.

#2 – BACCHUS – Weingut Wirsching: Iphofen, Franken, Deutschland
Einen Steinwurf von Sulzfeld am Main entfernt liegt Iphofen, der Ort, aus dem unser  trockener Bacchus stammt. Hier hat ein fränkischer Traditionsbetrieb, der sich seit 1630 im Familienhand befindet, seinen Sitz: das Weingut Wirsching. Drei Generationen sorgen sich um die Reben, um das Keltern und selbstverständlich um die Verköstigung der Weine. Enstprechend gut sind Qualität und Geschmack. Auch hier gilt: gekühlt genießen, jederzeit und überall.

#3 – LA ESTAFETA TEMPRANILLO – Weingut Fontana Bodegas & Viñedos: Uclés, Spanien
Ein reinsortiger, trockener Rotwein aus Uclés, dem jüngsten Weinanbaugebiet Spaniens, gelegen im Herzen des Landes zwischen Madrid und Valencia. Tempranillo („der kleine Frühe”) ist die bedeutendste spanische Rebsorte, aus der eine Vielzahl großer und bekannter spanischer Rotweine gekeltert werden. La Estafeta passt perfekt zu mediterranen Gerichten und lauen Sommerabenden, beides bei uns im Angebot.

#4 – CASA CARMELA DULCE – Weingut Bodegas Castaño: Yecla, Spanien
Ein lieblicher Rotwein aus Yecla, im bergigen Südosten Spaniens unweit von Valencia gelegen. Der Casa Carmela setzt sich aus zwei Rebsorten zusammen, Monastrell (85 %) und Syrah (15 %), was ihm eine saftige und süße Beerennote verpasst. Entsprechend schmeckt dieser Rotwein leicht gekühlt vor allem zu Desserts oder würzigem Käse.

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Vorgestellt | halloJulia!

Morgen Abend, am 13. Juni, stehen sie auf der Bühne des Stilbruch: halloJulia! aus Berlin. Dass ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt und was euch erwartet, hier die Vorstellungsrunde einer Band, die man, wie sie selber von sich sagen, durchaus als unbeschreibliches Gesamtkunstwerk bezeichnen kann. Wir versuchen es dennoch:

„Keine Band ist auch keine Lösung“ …
– dachte sich Julia (auf dem Titelfoto rechts) und gründete 2015 mit Kati (Gitarre, Gesang), Lizzy (Glockenspiel, Gesang) und Brigitte (Percussion, Gesang) die Berlin-Mitte-Band halloJulia! Gemeinsam treten sie auf in elegant-lässiger Sportklamotte, denn nichts unterstreicht ihren fetzigen Sound mehr als speckig-glänzende, gold-, blau und schwarzfarbene Retro-Leggins. Funky.

Sie spielen … 
poppigen Funk – eine Mischung aus Jazz, Ballett, elektronischer Musik, chorischem Singen, Modern Dance und klassischer Musik – und singen deutsche Texte, die Geschichten von Alaskafischern, Polizei, Pommes, Aschenbecher, Müll und Exfreunden erzählen. Zeitlose Themen also, die ein jeder und eine jede aus dem persönlichen Alltag kennt. Unbedingt reinhören:

Sie sind unterwegs …
auf den Bühnen in Berlin und Brandenburg und machen sich nun auf, um nun auch in Sachsen und Oberfranken Currywurst mit Pommes salonfähig zu machen. In Bamberg spielen sie am 13. Juni, also am morgigen Dienstag. Los geht’s um 22 Uhr im Stilbruch.

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Titelbild © hallo Julia!

Sandkerwa-Alternativen

Seit dieser Woche steht endgültig fest: 2017 wird es keine Sandkerwa geben – das erste Mal seit 1951. Warum nicht? Der Bürgerverein Sand und die Stadt Bamberg fanden bei einem für Dienstag anberaumten Schlichtungsgespräch zumindest für die diesjährige Kerwa keinen gemeinsamen Nenner. Zeit, sich über die passenden Alternativen Gedanken zu machen. Wir haben für diejenigen, die bereits den Urlaub eingereicht, sich in den Hotels einquartiert und das Wochenende vom 24. bis zum 28. August in Bamberg geplant haben, zwei Alternativen zusammengetragen: zwei Dinge – die Kerwa im kleinen auf der einen und ein kleines Festival im Stilbruch auf der anderen Seite

Alternativen 1 bis 14: Eine Kerwa im Bamberger Land besuchen
Bamberg, Bier- und Genussregion, bietet nicht nur im Stadtgebiet eine schier unerschöpfliche Vielfalt an unterschiedlichsten Kirchweihen. Denn die gibt es auch im   Umland – Ende August, zumeist aber natürlich im Schatten der großen Sandkirchweih stehend. Nicht so dieses Jahr: Ob Merkendorf, Priesendorf, Priegendorf (alle 24. bis 28. August), Scheßlitz, Oberhaid, Thüngfeld, Oberharnsbach, Wingersdorf (alle 25. bis 28. August), Weipelsdorf, Untersteinach, Unterleiterbach (alle 26. bis 27. August) oder Kemmern, Burggrub und Freudeneck (26. bis 28. August) – 14 verschiedene Kerwas finden alleine am letzten August-Wochenende im Bamberger Landkreis statt. Genug Platz, um die 300.000 Besucher der Sandkerwa unterzukriegen? Wohl kaum. Aber ganz sicher Orte, an denen man entspannt und in uriger Atmosphäre gutes Bier trinken kann.

Alternative 15: Das Best-of-Stilbruch-Festival im – tadaaa – Stilbruch besuchen
In der Sandstraße wird nicht nichts passieren. Denn alternativ zur Sandkerwa wird der Stilbruch am letzten August-Wochenende ein kleines, fünftägiges Festival abhalten – mit DJs, Musikern und Künstlern, mit leckerem Essen und noch feinerem Bier, mit guter Laune und jeder Menge Spaß. Den Ideen, auch euren, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Also bringt euch ein, macht Vorschläge, was ihr hören, sehen, essen, trinken und erleben wollt. Wir nehmen all eure Anregungen sorgfältig auf, sodass es ein tolles gemeinsames Wochenende wird. Auch ohne Sandkerwa.

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Sandkerwa 2017 – ja, nein oder doch vielleicht?

Die Kerwa ist tot, es lebe die Kerwa! Die Sandkerwa ist auch im Stilbruch Tradition. Entsprechend beobachten wir mit Argusaugen, wie viele Akte dieses Drama noch bietet. Findet sie nicht statt, oder etwa doch? Wer in der aktuellen Informationsflut bereits jetzt den Überblick verloren hat: Hier die Geschichte und die Entwicklungen der Sandkerwa-Absage.

Die Absage
Es ist Mittwoch, der 3. Mai 2017, 18.50 Uhr. Ein Unwetter bricht los in den sozialen Netzwerken: „Bamberger Sandkerwa abgesagt“, wird dort von den einschlägigen Portalen eiligst vermeldet. Eine Absage, die den Großteil der Bamberger offenbar eiskalt erwischt. Klar, wenn der Urlaub von langer Hand geplant, das Dirndl bereits gebügelt und die Lederhose schon entlüftet ist.

Entsprechend hitzig und kontrovers wird die Diskussion in den sozialen Netzwerken geführt. Und Schuldige, die sind schnell gefunden: Die Stadt Bamberg, die in den vergangenen Jahren die Sicherheitsauflagen und somit auch die Last für den Bürgerverein Sand stetig erhöht habe; der Bürgerverein selbst, der in Geld schwimme und den Hals nicht voll genug bekomme; und natürlich bedanken sich einige, dem aktuellen Zeitgeist entsprechend, auch artig bei Kanzlerin Merkel. Es gibt aber auch diejenigen, die ob dieser Meldung sichtlich erfreut sind: „Endlich mal kein vollgekotzter Vorgarten.“

Die Reaktion
Es ist Donnerstag der 4. Mai 2017. Retten wolle man die Sandkerwa, so verlautet die Stadt vollmundig als Reaktion auf die tags zuvor durch den Bürgerverein Sand verkündete Absage. Ein für Donnerstagabend kurzfristig anberaumtes Schlichtungsgespräch zwischen den Sandkerwa-Verantwortlichen und der Stadt Bamberg platzt jedoch. Die Folge: Ein Kompromiss rückt in weite Ferne und damit auch die Traditionskirchweih 2017. Spekuliert wird bereits über einen von der Stadt organisierten Plan B – eine Ersatzkerwa – inklusive Sponsoring und Eintrittsgeld.

Die Pressekonferenz
Es ist Samstag, der 6. Mai 2017. Was folgt ist die Pressekonferenz des Bürgervereins und die Antwort auf die Frage nach dem Warum: Als Gründe angeführt werden die erhöhte finanzielle Belastung aufgrund der gestiegene Sicherheitsanforderungen und die hohe Besucherzahl – in den letzten Jahren immerhin rund 300.000 Menschen -, die das Sandgebiet bereits an die Belastungsgrenze bringt. Eine ehrenamtliche Verantwortung der Sandkerwa sei so nicht mehr zu verantworten. Eigentlich wiederholt sich also das, was in den Jahren zuvor seitens des Bürgervereins bereits an die Stadt Bamberg herangetragen wurde, die in der Vergangenheit aus Sicht des Bürgervereins ihre Unterstützung jedoch verwehrte. Diesmal mit den bekannten Folgen.

Die Verhandlungen
Trotz gegenseitiger Schuldzuweisungen scheint Stand heute ein Dialog wieder möglich. Kommenden Dienstag, am 16. Mai,  treffen sich die Verantwortlichen des Bürgervereins Sand und der Stadt, darunter OB Starke (SPD), zum Gespräch, um die Bamberger Sandkerwa 2017 doch noch zu retten. Das Aus, das in Stadt und Land für derartiges Aufsehen gesorgt hat, scheint also noch abwendbar. Informationen über die Zukunft der Traditionskirchweih, so die Verantwortlichen der Stadt Bamberg, werde es allerdings erst nach diesem Treffen geben.

Und sollte die Sandkerwa 2017 tatsächlich endgültig abgesagt werden, was wir natürlich inständig nicht hoffen, haben wir trotzdem immerhin diese tollen Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr:

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Drei Wanderrouten für den 1. Mai

Dass ihr auch mal raus kommt aus dem Bamberger Smog, hier drei in der Region gelegenen Routen, die man mit viel Bierdurst unbedingt bewandern sollte.* Was bietet sich da besser an als der 1. Mai, in Franken traditionell Tag der Bierwanderung. Eine Alternative haben wir für alle 1.-Mai-Demo-Traditionalisten aber auch.

Route #1: Hallstadt – Dörfleins – Kemmern – Hallstadt (ca. 9,6 km)
Mit dem Zug geht’s ab nach Hallstadt. Vom Bahnhof aus ist es nicht weit bis zur ersten Rast auf dem Diller-Keller. Anschließend lässt es sich gemütlich weiterwandern, stets den Wald zur linken und den Main zur rechten Hand. Verdursten und verhungern muss auf dieser Strecke mit Sicherheit niemand, denn es folgen Schlag auf Schlag drei weitere Bierkeller – der Rabenhorst, der Wagner-Keller und der Leicht’s Keller – allesamt in der grünen Idylle des fränkischen Maintals gelegen. Über Kemmern geht’s dann wieder nach Hallstadt, wo der Zug nach Bamberg sicherlich schon wartet.

Route #2: Bad Staffelstein – Staffelberg – Vierzehnheiligen – Bad Staffelstein (ca. 14,5 km)
Der Zug bringt einen in Kürze von Bamberg nach Bad Staffelstein. Im Maintal gelegten, ragt der Staffelberg in der Ferne bedrohlicher gen Himmel empor, als er am Ende tatsächlich ist. Bereits am Fuß des Berges –  in Romansthal – wartet neben dem ersten Halt auch schon das erste Bier – kurz vor dem steilsten Teil des Anstiegs. Bewältigt man diesen Kraftakt, so wird man auf dem „Gipfel“ nicht nur mit der besten Bratwurst belohnt – die gibt es hier nämlich zweifelsohne in der „Staffelbergklause -, denn von der schroffen Felsenfront aus bietet sich einem zudem ein schier überwätligender Blick über die Weiten des Maintals – bei gutem Wetter gar bis nach Bamberg. Der „Abstieg“ führt über die gerade mal einen Steinwurf von Vierzehnheiligen entfernte Brauerei „Trunk“ zurück ins Tal und nach Bad Staffelstein.

Der Blick vom Staffelberg über die Weiten des Maintals.

Route #3: Strullendorf – Rossdorf am Forst – Leesten – Strullendorf (ca. 14,6 km)
Ab mit dem Zug nach Strullendorf. Dort angekommen, geht’s vom Bahnhof aus auf den glücklicherweise direkt in Strullendorf gelegenen und nur einen kurzen Fußmarsch entfernten „Schwanenkeller“ –  Brotzeit, Bier und fränkische Gelassenheit garantiert. Wandert man weiter, so findet man unter blühenden Linden und neben einem schmalen Bächlein den urigen „Felsenkeller“, wo traditionell Rossdorfer Lager- und Braunbier ausgeschenkt wird. Über das „Waldstübla in Leesten“ und die „Almrauschhütte“ in Amlingstatt gelangt man dann wieder zurück nach Strullendorf.

Und wer dann doch eher die 1.-Mai-Demo-Traditionen pflegen möchte:

Alternativroute #4: Demo – WIR SIND VIELE. WIR SIND EINS. 
Um 9.30 Uhr vom Bahnhof aus startend, wandert der Demonstrationszug, organisiert vom Bamberger Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), in Richtung Gabelmann, wo dann die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

 

*Wir übernehmen keine Haftung für trockene Kehlen. Denn ob die Bierkeller tatsächlich geöffnet haben, solltet ihr vor eurer Wanderung selber überprüfen.

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Bier-Bildung | Wissenswertes über unser Biersortiment

Häufig stellt ihr uns die Frage, in welchen Regionen des Landes eigentlich unsere verschiedenen Biersorten beheimatet sind. Hier eine kleine Übersicht mit einigen interessanten Fakten:

#1 – Otto Hübner Bräu – Vollbier | Steinfeld (Fränkische Schweiz), Oberfranken
In der Idylle der Fränkischen Schweiz am Ursprung der Wiesent gelegen, beherbergt Steinfeld eine der traditionsreichsten Brauereien der Region. Einen Zwischenstopp, um zumindest das süffige, bernsteinfarbene Vollbier zu probieren, sollte man hier also auf jeden Fall einplanen, wenn man zu Fuß durch die vom Jura gezeichneten Kalk- und Dolomiten-Felsen wandert.

#2 – Spezial Bräu – Rauchbier | Bamberg, Oberfranken
Das Rauchbier steht für die jahrhundertealte Tradition der Bamberger Braukunst. Der Rauchgeschmack entsteht, da der Trocknungsprozesses des Malzes durch die Befeuerung mit Buchenholz beschleunigt wird. Auch die dunkle Farbe dieses Bieres ist auf diesen Räucherungsprozess zurückzuführen.

#3 – Held Bräu – Dunkles | Oberailsfeld (Fränkische Schweiz), Oberfranken
Die dunkle Farbe bekommt das altfränkische Bauernbier durch die Hinzugabe von geröstetem, tief-braunem Gerstenmalz. In Verbindung mit dem untergärigen Brauprozess entsteht so eine fein-süßliche, malzige Note, die dem Dunklen den so typischen Geschmack verleiht.

#4 – Mahr’s Bräu- U(ngespundet) | Bamberg, Oberfranken
Wie hört es sich an, wenn drei Franken jeweils ein Ungespundetes bestellen? „A U, a U, I a a U“. A U ist ein unfiltriertes Kellerbier, das, wie man dem Namen entnehmen kann, traditionell „auf dem Bierkeller“ getrunken wird und noch restliche Eiweis- und Hefestoffe beinhaltet, die diesem Bier die bekanntliche Trübe verleihen.

#5 – Keesmann – Herrenpils | Bamberg, Oberfranken
Bambergs wohl bekanntestes Pils, das bereits deutschlandweit zahlreiche Preise abstauben konnte. Herb im Geschmack, weil stärker gehopft, ist ein derartiges Pils im fränkischen Raum eher selten, da hier die süffigen Variationen des Bieres bevorzugt werden. Pilstrinker kommen also voll auf ihre Kosten.

#6 – Rothaus – Tannenzäpfle Pils | Rothaus (Schwarzwald), Baden-Württemberg
Ein Bier, das dem Hochschwarzwald (ca. 1.000 Meter über Meeresspiegel) entstammt und in den Kupferkesseln der Badischen Staatsbrauerei Rothaus nach Pilsener Brauart gebraut wird. Weder zu süß, noch zu herb.

#7 – Jever – Pils | Jever (Friesland), Niedersachsen
Im hohen Norden Deutschlands mögen sie’s herb. Entsprechend ist das Jever-Pils das bitterste in unserem Bier-Fundus.

#8 – Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn  – Weizen | Kelheim, Niederbayern
Ein Weizen ist ein mit obergäriger Hefe angesetztes Bier, dem im Brauprozess nicht nur Gersten-, sondern auch Weizenmalz beigefügt wird. Aufgrund des Reinheitsgebots  war den Bierbrauern die Herstellung dieser Bierspezialität im 16. Jahrhundert untersagt. 1872 gründete Georg Schneider I, der erste Bürgerliche Bayerns mit dem Privileg, Weizen brauen zu dürfen, das Weissbier-Bräuhaus in München, das mittlerweile von Georg Schneider VI geführt wird.

#9 – Gutmann Bräu – Weizen | Titting (Eichstätt), Oberbayern
Heute Teil Oberbayerns, wo ein Weizen eigentlich ein Weissbier ist, gehörte Eichstätt und somit auch die Brauerei Gutmann bis zur Gebietsreform 1972 zum Regierungsbezirk Mittelfranken. Was auch nach dem Wechsel blieb, war das „Weizen“.

#10 – Mönchshof – Naturradler | Kulmbach, Oberfranken
Zwar nennt sich Kulmbach selbst die heimliche Hautstadt des Bieres, ob der schier unerschöpflichen Fülle an Brauerein im Frankenland, ist hier aber wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Heimliche Hauptstadt des Naturradlers aber sind die Kulmbacher – das muss man ihnen lassen.

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Stressbefreite Vorweihnachtszeit – Geschenkideen aus dem Stilbruch

Weihnachtszeit? Entspannt? Mitnichten! Denn bevor mit der Bescherung und dem gemeinsamen Beisammensein der schöne Teil dieses Festes beginnt, rennt man, getrieben von der Frage, was man seinen Lieben wohl so schenken könnte, durch überfüllte Fußgängerzonen, hechtet von Laden zu Laden und wünscht sich, der Grinch möge dieses Jahr doch einfach mal erfolgreich sein. Deshalb, dass ihr es etwas einfacher habt, hier wenigstens ein paar Vorschläge, womit ihr euren Freunden, Verwandten und Partnern vielleicht eine Freude machen könnt.

Einen COFFEE-TO-GO-BECHER aus Bambus
Dein*e Freund*in benötigt morgens, vormittags, mittags, nachmittags, vorabends und abends ihre*seine alltägliche Dosis Coffein in Form dieser braunen Brühe, die aus Schlafzombies erst normale Menschen macht? Sie*Er schleppt stets Unmengen an Kaffeebechern nach Hause, sodass der Streit, wer nun schon wieder den Müll raus bringen muss, beinahe täglich eskaliert? Dann wird’s Zeit für einen Coffee-to-Go-Becher aus Bambus. Die Vorteile: Er ist gepresst aus Bambusfasern und Mais, besitzt dadurch die Haltbarkeit der Halbwertszeit von Uran, ist somit wiederverwendbar, man erspart unserem Planeten Unmengen an Müll, rettet mindestens den Regenwald UND zahlt in Cafés weniger für seinen Kaffee zum Mitnehmen. Die Becher gibt’s natürlich auch in vielen der zahlreichen kleinen Accessoires-Läden hier in Bamberg. Ach, und wir haben zufälligerweise eine Kaffeemaschine, die Kaffee brüht. Passt ja wie die Faust aufs Auge.

Einen gemeinsamen TANZKURS
Im Club steht dein*e Freund*in stets steif in der Ecke, bewegt sich so elegant wie ein Holzbock und nippt höchstens mal an seinem Drink? Du denkst dir: Wie gerne würde ich gemeinsam mit ihm*ihr just in diesem Moment zu Helene Fischer (läuft gelegentlich *Hust* sehr häufig *Hust* auch bei Theker Toms MusikbingoO) einen flotten Discofox aus Parkett zaubern, zu Buena Vista Social Clubs eine heißes Salsa-Feuerwerk abbrennen  oder zu Grandmaster Flash im Breakdance-Style den Boden aufwischen? Dann ab in die Tanzschule, davon gibt’s in Bamberg auch einige. Und so schwitzt man zuletzt vielleicht auch die kiloschwere Weihnachtsgans wieder aus.

Ein WHISKY TASTING
Auf Partys neigt dein*e Freund*in gerne mal dazu, die billige Spirituose aus dem Discounter im Stile eines echten Sommeliers zu bewerten, ihm fehlt dazu zumeist aber das passende Vokabular („Das riecht wie Desinfektionsmittel“ – „Das schmeckt auch so“ – Ich glaube, das macht blind“ – „Ich sehe nichts mehr“)? Dann ab zum Whisky Tasting, wo man neben einer Vielzahl unterschiedlichster Sorten auch Geschmacksvielfalt inklusive der passenden Beschreibung kennenlernt. Und wie’s der Zufall so will, bietet unsere Whisky-Karte – die von Irish Whiskey und Malt Whisky bis hin zu Scotch und Bourbon insgesamt 14 Sorten umfasst –  die passende Möglichkeit, die beim Tasting erlernte Theorie auch in der Praxis anzuwenden. Jackpot!

Karten für die GUITAR FIGHT NIGHT im LIVE CLUB
Zuhause im Wohnzimmer spielt dein*e Freund*in gerne mal Riffs auf der Luftgitarre, während sie*er sich in Dauerschleife die Solos von Carlos Santana, Mark Knöpfler, oder Jimi Hendrix reinzieht? Die Nachbarn stehen schon kurz davor, aus Wut die Wand einzureißen, und du hättest gerne wenigstens mal einen Abend Ruhe, um deinen innere Mitte wiederzufinden? Dann schick sie*ihn doch am 27. Dezember zur Guitar Fight Night in den Live Club. Die Erschöpfung nach diesem kräftezehrenden Luftgitarreneinsatz sollte dann bis zur nächsten Guitar Fight Night Ende Dezember 2017 reichen.

 

Einen haben wir abschließend noch.

STILBRUCH GUTSCHEINE
Wenn alles nichts hilft, bleiben zuletzt noch Stilbruch-Gutscheine (jeweils à 5€). Denn mit denen kann man nicht nur das schmackhafte Bier und fantastische Essen im Stilbruch bezahlen, nein, die Stilbruch-Kröten, wie sie an den internationalen Finanz- und Devisenmärkten auch genannt und gehandelt werden, sind seit ihrer Einführung vor vielen Jahren von der Inflation verschont geblieben und somit auch eine klasse Wertanlage für das Alter – fragen sie Walter Riester, der kennt sich auf diesem Gebiet aus.**

 

** Aus Angst, dass uns aufgrund dieser Aussage in naher Zukunft unzählige Menschen verklagen könnten, lösen wir hiermit auf: Das war ein Scherz.

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Pussycatgrabbing

Betrachtet man ihren musikalischen Background, so könnten die zwei unterschiedlicher nicht sein: Steve Aoki, Electro-House DJ und Musikproduzent, geboren in Miami, Florida, dem Sunshine-State, und Wiz Khalifa, Rapper, gebürtig in Minot, North Dakota, nahe der kanadischen Grenze.

Ihre Wege kreuzten sich das erste Mal im Herbst 2016, als die zwei – unabhängig voneinander – in Japan auf großer Tour unterwegs waren. Beide waren sie erschöpft vom vielen Reisen, vom ständigen wechsel zwischen der großen Bühne und dem engen Tourbus. Beide benötigten sie eine Auszeit. „Ich liebe Katzen“, erzählt Steve, offensichtlich bewegt, „und ich hatte gehört, dass es in Japan Katzen-Cafés gibt, in denen man Kaffee trinken und Katzen streicheln kann. Genau das brauchte ich in diesem Moment.“

Und wie es der beinah schon schicksalhaft anmutende Zufall an diesem Tag wollte, hatte auch Wiz diese Idee: „Ich saß also in diesem Katzen-Café, in dem echt klasse Musik gespielt wurde, 80er, 90er und 2000er, trank gemütlich meinen Kaffee und erblickte diese wunderschöne Mieze“, schwelgt Wiz in seinen Erinnerungen. Aber die sah scheinbar nicht nur er, auch Steve hatte einen Blick auf sie geworfen. „Also griffen wir beide nach derselben Katze“ (Im Original: „So we both grabbed for the same pussycat“), erinnert sich Steve lachend. So entstand neben einer tollen Freundschaft, denn seither schicken sich die beiden gegenseitig lustige Katzen-Gifs vor ihren Gigs, auch die Idee zu einem gemeinsamen Projekt.

„Eigentlich wollten wir dieses Erlebnis und diesen Spruch in einem gemeinsamen Musikprojekt verarbeiten“, erzählt Wiz traurig. Doch dann kam ihnen die Präsidentschaftswahl in die Quere und mit ihr Donald Trumps „Pussy-Gate“ („Grab ‚em by the pussy“). Trump hinterließ verbrannte Erde, war dieser Spruch, mit dem Steve und Wiz eigentlich nur ihre gemeinsame Liebe zu den Katzen ausdrücken wollten, mit einmal quasi unsagbar geworden.

„Doch mittlerweile ist Donald Trump President-Elect und mit der Wahl wurde nicht nur Trump, sondern auch dieser Spruch demokratisch legitimiert“. Deshalb geht es jetzt als Whiskas Kalifa und Steve Miauki auf große Tour, die den Titel „Grab Us By Our Pussy – Making the 90s great again“ trägt, durch die ganze Welt. „Und weil wir auch mal andere Musik spielen wollen, aber auch der Erinnerung an das Katzen-Café wegen, dachten wir, wir spielen mal 80er, 90er und 2000er. Macht ja sonst niemand.“

Ihre – einzigen – Tourdaten bisher: am Samstag, den 10. Dezember, ab 22. Uhr im Stilbruch. 

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Dinge, die man gemacht haben sollte, bevor man Bamberg verlässt.

Das Wintersemester steht vor der Tür und mit ihm die hilflosen Erstis, die natürlich auf Tipps angewiesen sind, was man in seiner Zeit in Bamberg so gemacht haben sollte. Für sie, aber eigentlich auch für jedermann und jedefrau, haben wir die folgenden Punkte zusammengetragen.

1. Den Bier-Bachelor absolvieren
Einst konnte man in Bamberg, der Stadt der Brauereien, höchstoffiziell das Bier-Diplom absolvieren. Ein Abschluss, der wohl deutscher nicht sein kann und seither die Lebensläufe unzähliger Absolventen schmückt und aufwertet. Doch ist traurigerweise auch das Bier-Diplom, einst Qualitätssiegel des deutschen Bier-Bildungssystems, den Bologna-Reformen zum Opfer gefallen. Seither nennt es sich Bier-Bachelor. Danke Merkel!!1! Außerdem gibt es für die Leistung, an nur einem Tag jeweils ein Seidla in jeder der neun Bamberger Brauereien  zu trinken, kein offizielles Abschlusszeugnis mehr. Denn die Brauereien weigern sich, betrunkene Bier-Bacheloranden  zu bedienen und verweisen die Teilnehmer deshalb des Lokals. Vielleicht auch, weil einige der Bachelor-Studenten noch gar kein Bier trinken dürfen. Der Tipp: Das Ganze nicht an die große Glocke hängen. Und das Wichtigste: sich stets benehmen! Dann hast auch du vielleicht bald einen Abschluss in der Tasche, der deinen Lebenslauf etwas aufhübscht. Und an nur einem Tag hast du das Bier aller neun Bamberger Brauereien probiert – ein Muss.

2. Im Schlenkerla ein Radler bestellen
Schon mal jemanden auf fränkisch fluchen hören? Nein? Dann versuch’s doch einfach mal damit. Und wenn man schon mal da ist: Das typische Bamberger Rauchbier sollte man zumindest mal probiert haben – auch wenn die Meinungen darüber auseinander gehen.

 3. Ein Bierchen auf der Unteren Brücke trinken
An lauen Sommerabenden, wenn die Untere Brücke in der Bamberger Altstadt eher einem schillernden Laufsteg gleicht, der die Catwalks von Mailand, Madrid (Hauptsache Italien), Paris, oder New York wie matschige Feldwege aussehen lässt, darf neben dem kühlen Seidla und dem passenden Outfit natürlich die Punktetafel nicht fehlen. Denn wer an solchen Abenden, an denen einen von rechts und links schier unzählige Augenpaare anstarren, über die Untere Brücke flaniert und nicht lieber die Alternativroute über die Obere Brücke wählt, möchte auch wissen, welche Wertung er oder sie erzielt. Also immer schön die Punkte hochhalten.

4. Lisas Sumpfgrube besuchen
Wer Bamberger Kneipenkultur gepaart mit urdeutscher Schrebergarten-Atmosphäre erleben will, der ist in Lisas Gartenlaube mit Zapfanlage in der Gartenstadt genau richtig. Aber nicht alle auf einmal.

5. Auf einen Keller gehen
Funfact: Der mürrische Franke geht zum Lachen nicht nur in, sondern auch auf den Keller. Denn hier haben die Brauereien, und von denen gibt es in Bamberg und im Umland einige, früher unterirdische Lagerräume zum Kühlen ihres Bieres in den Boden getrieben. Auf diesen Kellern entstanden Schankbetriebe, wo Brauereien im Sommer ihr kühles Bier verkauften und Gäste ihre mitgebrachten Speisen verzehrten. Für diejenigen, die nichts mitbringen, gibt’s typisch fränkische Hausmannskost. Die Empfehlung an dieser Stelle: ein Schäuferla (Schweineschulter). Schmeckt mit Kloß und Sauerkraut.

6. Zur Altenburg wandern
Zugegeben, der Berg ist hoch und der Anstieg steil. Doch wer den schönsten Blick über Bamberg und das Umland haben will, dem bleibt an dieser Stelle nichts anderes übrig. Es lohnt sich!

Ach ja, einen haben wir natürlich noch:

7. Das Quiz im Stilbruch besuchen
Denn wir haben, ohne zu übertreiben, das krasseste, lustigste und einzige Kneipenquiz in Bamberg, außerdem den schlausten Quizmaster und die schönsten Quizfeen. Jeden Mittwoch ab 21 Uhr.

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