Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Plattentreffen | Schwingt das Tanzbein

… heißt es, wenn Tellerdreher Knakki, Le Chopin, Feiersdorfer und Skannibal Lecter beim Plattentreffen dem Stilbruch-Publikum mit ihren Lieblingsplatten einheizen. Seit Anfang 2018 verwandeln Knakki und Co in regelmäßigen Abständen unsere Kneipe zu einer alternativen Disko. Dabei decken sie ein breites Spektrum ab: von Punk Rock über Gipsy bis Folk – die Stile sind vielfältig. Und es darf immer gezappelt und Bier getrunken werden. Welche Rolle dabei Ferdi Fuchs Würstchen und Pfümmel einnehmen, erfahrt ihr im Interview.

Die Plattentreffen-Crew

STILBRUCH: Was ist das Plattentreffen?
Das Plattentreffen ist eine Tanzveranstaltung für Jung und Alt. Wir sind ein paar Freunde, die an Punk Rock Spaß haben und gerne dazu tanzen. Ursprünglich wurde die Veranstaltung von Stefan (Stilbruch) ins Leben gerufen. Knakki hat dabei jeden Montag Platten und CDs aus seiner Sammlung aufgelegt. Nach einiger Zeit entstand gemeinsam mit Le Chopin die Idee, eine Wochenendveranstaltung zu etablieren, bei der sich alles um Punkrock, Tanz und Bier dreht.
Eines Abends brachte auch Feiersdorfer spontan seine Platten mit in den Stilbruch… seitdem ist er fester Bestandteil der Crew.

Ihr seid heute nur zu dritt. Eigentlich zählt zu eurem Kollektiv auch Skannibal Lecter.
Skannibal Lecter ist unser Ska-Experte. Mittlerweile ist er aus der Plattenkiste nicht mehr wegzudenken.
Generell steht die Idee im Raum, zusätzlich wechselnde Gast-DJs mit ins Boot zu holen. Lasst euch überraschen!

In diesem Jahr habt ihr das Sandkerwa-Warm-Up im Stilbruch gestaltet. Doch eher ungewöhnlich, oder?
Wie Profis so sind, waren wir mit unserer Planung etwas knapp dran und alle DJ-Spots waren bereits vergeben. Da dachten wir uns: Kerwa ist sowieso nicht lang genug, da schlagen wir einfach einen Tag früher zu.

Zum Technischen: wie legt ihr auf? Wie sieht das Equipment aus?
In der Regel haben wir zwei Plattenspieler und CDJs. Wir wollen einfach analog bleiben. Musik sollte in unseren Augen immer etwas zum Erleben sein. Einfach nur auf Play zu klicken erschien uns für unseren Musikstil unpassend.

Für euer Publikum haltet ihr auch immer Goodies und Preise bereit. Nennt doch mal ein paar Beispiele.
Richtig. Es werden nicht nur Platten aufgelegt, sondern es gibt auch immer etwas zu gewinnen, zum Beispiel Ferdi Fuchs Würstchen… oder Pfümmel-Shots (Anm. d. Red.: halb Kümmel, halb Pfeffi). Aber auch Jutetaschen mit Plattentreffen-Logo halten wir in limitierter Stückzahl für euch bereit. Außerdem schwarze, runde Aufkleber. Und die kleben!

Abschließend: ihr verlangt keinen Eintritt. Das ist für die Besucher natürlich ein Anreiz…
Es soll eine Veranstaltung bleiben für alle, die sich dafür begeistern können und wir wollen keine Hürde ziehen durch irgendein Eintrittsgeld.

Danke für das Interview.


Immer am dritten Freitag des Monats findet das Plattentreffen statt. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und mit Plattendreher Knakki und seinen Freunden mal einen Pfümmel-Shot trinken, ein Würstchen genießen oder einfach nur zu sanften Punkklängen das Tanzbier schwingen wollt, dann checkt die nachfolgenden Termine:

Plattentreffen - Die kommenden Termine

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Sandkerwa-Alternativen

Seit dieser Woche steht endgültig fest: 2017 wird es keine Sandkerwa geben – das erste Mal seit 1951. Warum nicht? Der Bürgerverein Sand und die Stadt Bamberg fanden bei einem für Dienstag anberaumten Schlichtungsgespräch zumindest für die diesjährige Kerwa keinen gemeinsamen Nenner. Zeit, sich über die passenden Alternativen Gedanken zu machen. Wir haben für diejenigen, die bereits den Urlaub eingereicht, sich in den Hotels einquartiert und das Wochenende vom 24. bis zum 28. August in Bamberg geplant haben, zwei Alternativen zusammengetragen: zwei Dinge – die Kerwa im kleinen auf der einen und ein kleines Festival im Stilbruch auf der anderen Seite

Alternativen 1 bis 14: Eine Kerwa im Bamberger Land besuchen
Bamberg, Bier- und Genussregion, bietet nicht nur im Stadtgebiet eine schier unerschöpfliche Vielfalt an unterschiedlichsten Kirchweihen. Denn die gibt es auch im   Umland – Ende August, zumeist aber natürlich im Schatten der großen Sandkirchweih stehend. Nicht so dieses Jahr: Ob Merkendorf, Priesendorf, Priegendorf (alle 24. bis 28. August), Scheßlitz, Oberhaid, Thüngfeld, Oberharnsbach, Wingersdorf (alle 25. bis 28. August), Weipelsdorf, Untersteinach, Unterleiterbach (alle 26. bis 27. August) oder Kemmern, Burggrub und Freudeneck (26. bis 28. August) – 14 verschiedene Kerwas finden alleine am letzten August-Wochenende im Bamberger Landkreis statt. Genug Platz, um die 300.000 Besucher der Sandkerwa unterzukriegen? Wohl kaum. Aber ganz sicher Orte, an denen man entspannt und in uriger Atmosphäre gutes Bier trinken kann.

Alternative 15: Das Best-of-Stilbruch-Festival im – tadaaa – Stilbruch besuchen
In der Sandstraße wird nicht nichts passieren. Denn alternativ zur Sandkerwa wird der Stilbruch am letzten August-Wochenende ein kleines, fünftägiges Festival abhalten – mit DJs, Musikern und Künstlern, mit leckerem Essen und noch feinerem Bier, mit guter Laune und jeder Menge Spaß. Den Ideen, auch euren, sind dabei keine Grenzen gesetzt. Also bringt euch ein, macht Vorschläge, was ihr hören, sehen, essen, trinken und erleben wollt. Wir nehmen all eure Anregungen sorgfältig auf, sodass es ein tolles gemeinsames Wochenende wird. Auch ohne Sandkerwa.

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Kneipensingen | Bilder

Resümee des ersten Bamberger Kneipensingens: Gemeinsam und bei vollem Haus „Barbie Girl“, „Que Sera, Sera“oder „Im Wagen vor mir“ singen  macht wesentlich mehr Spaß als alleine unter der Dusche. Und weil’s gestern mit David Saam und Res Richter – samt Stargast Charlotte – so toll war, gibt’s Mitte Februar eine weitere Ausgabe und hier einige Bilder des Abends:

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Burlesque-Bamberg | Die Kleine Modenschau

In Paris war sie gefragte Modistin, arbeitete unter anderem für Christian Lacroix, einen Modeschöpfer der „Haute Couture“, und entwarf mit eigenem Stil Kostüme für Theater und Film: Ismène Juteau. Im vergangenen Jahr kehrte sie der Mode-Weltstadt den Rücken zu und damit nach Bamberg in ihre Heimat zurück, um  eben dort, in der Mode-Provinz Oberfranken, eine frankonische Burlesque-Szene zu etablieren. Wie ihr das gelingt, zeigt sie an diesem Wochenende.

Freitag, 13. Januar:
Ab 20.30 Uhr gibt’s bei der „Kleinen Modenschau“ erst was fürs Auge, denn hier stellen 13 Models exklusive Modelle von Hellmade Corsets und Frisuren der Haarwerkstatt vor, und beim anschließenden Karaoke was auf die Ohren, denn hier werden anstatt geträllerter Balladen Heavy-Metal-Songs geschmettert.

Samstag, 14. Januar:
Ein Basar, bei dem ihr euch mit der am Vorabend präsentierten Mode eindecken könnt. Und wenn ihr außerdem Lust auf Körperkunst hat, könnt ihr euch von Mylooz, Tätowiererin aus Montreux, direkt vor Ort tätowieren lassen.

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Gitarren gestimmt – Fight Night beginnt

Proben beendet, Gitarren gestimmt, alle Vorbereitungen getroffen. Hier gibt’s noch einmal – grundlegende – Infos zur Guitar Fight Night, dieses Jahr am 27. Dezember im Live Club.

Was ist die Guitar Fight Night überhaupt?
Der Name verrät es bereits: Hier duellieren sich acht Gitarristen auf der Bühne, um am Ende des Abends herauszufinden, wer die zwei Besten unter ihnen sind. Denn angetreten wird in wechselnden Duos, um allzu exhibitionistische Selbstbefriedigungs-Soli zu unterbinden. Welches Team harmoniert am besten? Wer spielt die besten Riffs? Bei wem qualmt zuerst das Nagelbett? Hier gibt’s die Antwort. Um das Adrenalinlevel nicht dauerhaft in lebensbedrohlichen Höhen zu halten, führt durch den Abend eine Blues-Rock-Band, die auch stets die Gitarristen begleitet.

Wer ist dieses Jahr alles dabei?
An der Gitarre in diesem Jahr: Joschi Joachimsthaler (Al Breeze), Frank Schmauser (Hatred), Jürgen Hoffmann, Marc Anderton (The Anderton Experience), Peter Pelzner (Peter Pelzner&The Burning Heats), Rick Phillips (Simeon Soul Charger), Sean Samuel (Ghost In The Attic), Tim Jäger (Rock Class).

Wo gibt’s Karten?
Karten könnt ihr im Stilbruch an der Theke kaufen.

Und hier ein paar Bilder der Probe:

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Interview | Charlotte

Endlich, nämlich am 23. Dezember, stehen sie wieder auf unserer Bühne – die drei adretten Herren mit unterschiedlich starkem Bartwuchs. Ein kleines vorweihnachtliches Wunder, denn seit dem letzten Auftritt im Frühjahr 2015 ist einige Zeit ins Land gegangen. Also haben wir uns entschlossen, M. Monaco, Bergmann Bergmann und Professor Commander 3000 von Charlotte vorab ein paar Fragen zu stellen:

STILBRUCH: Wisst ihr mittlerweile, wer das alles essen soll?
Bergmann Bergmann: Der Albumtitel „Wer Soll Das Alles Essen?“ ist keineswegs eine rhetorische Frage, sondern war viel mehr unser Gedanke gewesen, als wir bei Familie Monaco zum Essen eingeladen waren und Mama Monaco offenbar vergessen hatte, dass wir lediglich ein Trio sind und nicht M. Monacos Fußballmannschaft.
Vor kurzem habt ihr euren neuen Song „Kimono“ und das dazugehörige Video in den sozialen Netzwerken vorgestellt – wann folgt denn das nächste Album?
M. Monaco: Nun ja, wir haben ja eigentlich erst im letzten Jahr ein Album veröffentlicht. Jetzt verdaut doch erstmal das! Aber im Ernst: Wir haben schon wieder sehr feine neue Songs geschrieben – einer davon handelt schon wieder von Essen! Denn anders als Frauen ist Essen immer dein Freund und kann dir nicht weh tun. Aber es gibt Überlegungen, eventuell eine EP zu produzieren, auf der dann auch „Kimono“ drauf sein soll.
Was fasziniert euch so an dem Thema Frauen, Herzschmerz und Beziehung – siehe auch den neuen Song Kimono – so sehr, dass ihr es in euren Liedern immer wieder aufgreift und besingt?
Bergmann Bergmann: Der Philosoph, Ethnobotaniker und Schlagersänger Ignaz Hirnbeißer hat einmal gesagt: „Ein Lied, das nicht von der Liebe handelt, ist es nicht wert überhaupt gesungen zu werden.“ Da hat er Recht. Ich ergänze: Lieder über Essen. Aber das sind ja auch irgendwie Lieder über Liebe.
Euer Sound kommt mit drei Instrumenten – Bass, Gitarre und Schlagzeug – aus. Was macht ihn trotz dieses Minimalismus so eingängig und variantenreich?
Bergmann Bergmann: Jahrzehntelang war das Charlotte-Motto ja „Ohne Proben nach oben!“. Wir haben also versucht, uns auf unserem vermeintlich charmanten Dilettantismus auszuruhen. Dann kam Professor Commander Tom 3000 in die Band. Jetzt ist vieles anders. M. Monaco und ich sind zwar nach wie vor extreme Dilettanten, aber der Professor hat uns mit seinen enormen Skillz in eine naise Kapelle verwandelt, so vong Groove her.
Ende Oktober habt ihr mit „Von Wegen Lisbeth“, einer Band, die gerade deutschlandweit am Durchstarten ist, einen Gig in Würzburg gespielt. Wie kam’s dazu?
Bergmann Bergmann: Die Lisbeths machen das eigentlich nur aus Schuldgefühlen uns gegenüber. Als sie 2014 nach einem Gig im Sound ’n‘ Arts bei mir übernachtet haben, war meine WG weitgehend verwüstet. Ich musste den Zugang in meine Schlafzimmer erst freisägen. Und so kommt es eben, dass sie uns ab und an als Support spielen lassen. Und ja: Wir gedenken weiterhin, ihr schlechtes Gewissen schamlos auszunutzen!
Wo seht ihr Charlottes Zukunft?
M. Monaco: Charlotte ist jetzt 14 Jahre alt. Eine pubertierende Göre, schrecklich! Ich denke, wenn sich ihr Hormonhaushalt etwas eingependelt hat, so mit 17, also im Jahre 2019, wird es soweit sein: Dann kommt der Durchbruch!
Prof Commander 3000: Wir machen das ja auch der Frauen wegen. Meine Mama kommt zum Beispiel ab und zu zum Konzert.
Am 23. Dezember spielt ihr bei Nimm2 im Stilbruch. Was ist euer persönlicher Bezug zu Nimm2 und wie kam’s dazu?
Bergmann Bergmann: Toll, dass Nimm2 eine Heimat im Stilbruch gefunden hat! Dennoch werde ich ganz nostalgisch, denke an die Zeiten im Morphclub. Aber eigentlich kann ich mich gar nicht richtig erinnern, ich war ja immer so betrunken. Na, also gut: Bei Nimm2 sind immer viele Mädels, das gefällt uns. Und wenn wir dann auch noch auf der Bühne stehen dürfen, haben wir einfach den besseren Überblick.
Prof Commander 3000: Die Musik, die Max bei Nimm2 spielt, sagt mir sehr zu, außerdem bin ich immer für ne gute Party mit guten Leuten zu haben und da komm ich bei Nimm2 eigentlich immer auf meine Kosten. Außerdem finde ich es cool, dass das alte Konzept (Band + DJ) wieder auflebt und wir den Jahresabschluss darstellen.
Wichtelt ihr zu Weihnachten untereinander oder verdient ihr als Bamberger Indie-Sternchen mit der Band so viel, dass jeder jedem etwas schenkt?
Bergmann Bergmann: Was schenkt man Bandkollegen, die schon alles haben? Ich habe lange in meinem vergoldeten Jacuzzi über eben jene Frage nachgedacht und konnte auch nach einem ausgewogenen Champagner-Kaviar Frühstück keine befriedigende Antwort finden. Vielleicht fällt mir beim Schwimmen in meinem Geldspeicher noch etwas ein, aber wir müssen auch weiter, meine Rolex sagt, es ist schon kurz vor Siemens und die Fahrer unserer Rolls Royce wartet nicht so gerne.
Okay, letzte Frage: Welche Frage wurde euch als Band noch nicht gestellt und was ist die Antwort darauf?
Professor Commander 3000: Als Band hat uns bisher keiner gefragt: „Kann ich noch einen Rollmops haben?“ Die Antwort wäre natürlich „Passierschein A38!“
Danke!

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Pussycatgrabbing

Betrachtet man ihren musikalischen Background, so könnten die zwei unterschiedlicher nicht sein: Steve Aoki, Electro-House DJ und Musikproduzent, geboren in Miami, Florida, dem Sunshine-State, und Wiz Khalifa, Rapper, gebürtig in Minot, North Dakota, nahe der kanadischen Grenze.

Ihre Wege kreuzten sich das erste Mal im Herbst 2016, als die zwei – unabhängig voneinander – in Japan auf großer Tour unterwegs waren. Beide waren sie erschöpft vom vielen Reisen, vom ständigen wechsel zwischen der großen Bühne und dem engen Tourbus. Beide benötigten sie eine Auszeit. „Ich liebe Katzen“, erzählt Steve, offensichtlich bewegt, „und ich hatte gehört, dass es in Japan Katzen-Cafés gibt, in denen man Kaffee trinken und Katzen streicheln kann. Genau das brauchte ich in diesem Moment.“

Und wie es der beinah schon schicksalhaft anmutende Zufall an diesem Tag wollte, hatte auch Wiz diese Idee: „Ich saß also in diesem Katzen-Café, in dem echt klasse Musik gespielt wurde, 80er, 90er und 2000er, trank gemütlich meinen Kaffee und erblickte diese wunderschöne Mieze“, schwelgt Wiz in seinen Erinnerungen. Aber die sah scheinbar nicht nur er, auch Steve hatte einen Blick auf sie geworfen. „Also griffen wir beide nach derselben Katze“ (Im Original: „So we both grabbed for the same pussycat“), erinnert sich Steve lachend. So entstand neben einer tollen Freundschaft, denn seither schicken sich die beiden gegenseitig lustige Katzen-Gifs vor ihren Gigs, auch die Idee zu einem gemeinsamen Projekt.

„Eigentlich wollten wir dieses Erlebnis und diesen Spruch in einem gemeinsamen Musikprojekt verarbeiten“, erzählt Wiz traurig. Doch dann kam ihnen die Präsidentschaftswahl in die Quere und mit ihr Donald Trumps „Pussy-Gate“ („Grab ‚em by the pussy“). Trump hinterließ verbrannte Erde, war dieser Spruch, mit dem Steve und Wiz eigentlich nur ihre gemeinsame Liebe zu den Katzen ausdrücken wollten, mit einmal quasi unsagbar geworden.

„Doch mittlerweile ist Donald Trump President-Elect und mit der Wahl wurde nicht nur Trump, sondern auch dieser Spruch demokratisch legitimiert“. Deshalb geht es jetzt als Whiskas Kalifa und Steve Miauki auf große Tour, die den Titel „Grab Us By Our Pussy – Making the 90s great again“ trägt, durch die ganze Welt. „Und weil wir auch mal andere Musik spielen wollen, aber auch der Erinnerung an das Katzen-Café wegen, dachten wir, wir spielen mal 80er, 90er und 2000er. Macht ja sonst niemand.“

Ihre – einzigen – Tourdaten bisher: am Samstag, den 10. Dezember, ab 22. Uhr im Stilbruch. 

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Interview | Dom Waits – Hessisch House

Dominik Heller aka Dom Waits, ehemaliger Bamberger jetzt Mainzer, macht Urlaub und schaut dabei gemeinsam mit Dominique Ebert aka Trycatch mal wieder in der Bierstadt vorbei. Mit im Gepäck: seine Plattensammlung. Wir haben ihm vor seinem Auftritt am 22. Oktober im Stilbruch ein paar Fragen gestellt.

Stilbruch: Wie kam’s zur ersten Ei, Gude Beats Party im vergangenen Sommer?
Dom Waits: In erster Linie ist die Idee aus der Erkenntnis entstanden, dass es nirgendwo in Bamberg Äppler (Apfelwein) gibt. Und bei dem Gedanken war der in Frankfurt gewachsene Techno nicht mehr weit. Der Name der Veranstaltung ist ein Wortspiel von „Ei, Gude wie?“ was im Hessischen vereinfacht „Hallo, wie geht’s dir?“
Das heißt ihr spielt ausschließlich Techno aus Hessen?
Nein. Darauf wollen wir uns nicht beschränken und dafür sind unsere Interessen in der elektronischen Tanzmusik auch zu weit gefächert. Wir spielen unsere aktuellen Sets und dazu Perlen, die wir persönlich mit der Zeit, in der wir regelmäßig in Frankfurt unterwegs waren, in Verbindung bringen.
Zum Beispiel?
Einer der ersten Songs, die wir immer wieder gehört haben war die Amelie von Butch – auch Mainzer, immerhin – im Format B Remix. Zu der Zeit waren wir auch stark auf Booka Shade unterwegs, einer von den beiden aus Frankfurt. Die werden wir bestimmt auch am Samstag spielen. Da haben wir auch Auswahl: In White Rooms, Mandarine Girl oder Body Language sind ja alles Hymnen.Und natürlich auch irgendwas von Sven Väth und den ganzen Cocoon Leuten.Als wir angefangen haben uns für Techno (Überbegriff für House und alle Elektronische Tanzmusik) zu interessieren gab es nur wenige Mitschnitte im Internet, keine aufgenommenen Livesets oder Techno-Podcasts. Wir hatten die Clubnight, eine Radiosendung auf YouFM (früher HR3) bei der Freitag und Samstag Nacht nur House und Techno lief, DJs zum Talk eingeladen wurden und man Ausgehtipps bekam.
Und dann gab es noch die Sampler: House Club Hottest, Sven Väths Seasons, die Disco Boys… etc.
In Bamberg ist ja in den letzten Jahren ne relativ große Techno und Deephouse-Szene entstanden – dazu gehören Hainsein, Selva oder Rauschkollektiv. Grenzt ihr euch davon ab? Was sind Gemeinsamkeiten, was Unterschiede?
Es gibt einige Leute die in elektronischer Tanzmusik keine Unterschiede erkennen. Da werden Paul van Dyk und Daft Punk in einen Topf geworfen weil beides elektrisch und tanzbar ist. Die Unterschiede zu den etablierten Bamberger Kollektiven sind teilweise deutlich, teilweise aber nur in Nuancen zu finden. Ich mag die Musik, die in Bamberg läuft: Besonders Hainsein hat mir immer gut gefallen. Allerdings ist unser Sound eventuell etwas zugänglicher und kommt aus einer anderen Richtung. Ich will nicht sagen sanfter, aber das kann schon sein. Wir mögen beide schöne Stimmen und finden, dass sich das nicht mit einem knackigen Beat beißen muss. Die Kollektive spielen meiner Meinung nach wenig Deep House, sondern wirklich eher Techno. Deep House ist langsamer, oft mit klassischen Synthesizern und echten Instrumenten untersetzt. Techno ist deutlich elektronischer und eben auch härter. Dass wir uns auf Deep House eingeschossen haben, liegt ein bisschen daran, dass wir gerne in Bars auflegen. Die Leute tanzen zwar seltener, aber haben deshalb trotzdem keinen schlechten Abend. Wir werden für unseren Sound gelobt, kommen mit den Leuten ins Gespräch und schaffen dabei eine gewisse Atmosphäre.

Ei, Gude Beats!

Warum die Tour und warum der Stilbruch?
Die Tour ist uns eine Herzensangelegenheit. Die Zeit in Bamberg war für mich sehr schön, auch wenn ich damals aus beruflichen Gründen wegziehen musste. Und ich möchte auf keinen Fall den Kontakt zu der Stadt verlieren. Es macht uns großen Spaß dort aufzulegen. Die Leute gehen mit, sind begeistert und lassen sich nicht vom Tanzen abhalten. Und dann wäre da natürlich noch das Bier. Wir möchten den Trip halbjährlich wiederholen und hoffen, es klappt alles. Der Stilbruch steht dabei im Mittelpunkt unseres kleinen Abenteuers. Hier haben wir alle Möglichkeiten. Die Anlage ist stark, die Mitarbeiter sind voll dabei und geben sich viel Mühe, dass wir alle zusammen eine gute Zeit haben.
Und die Holzdielen der Tanzfläche erinnert uns immer an das Robert Johnson in Offenbach. Ein bisschen Nostalgie schwingt da schon mit.
Danke für das Interview.

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Soul Sofa mit Frühstücksbuffet

Du willst am Sonntag einfach mal entspannt die Füße hochlegen, hast keine Lust, am letzten freien Tag der Woche auch nur einen Finger zu rühren, brauchst aber trotzdem etwas gegen den Hunger und für die Seele? Dann haben wir da was: das Soul Sofa – kommenden Sonntag (25. September) ab 11.30 im Stilbruch.  Hier trifft kulinarische auf musikalische Feinkost, Frühstücksbuffet auf Soul. Soul aus den 60s und 70s servieren DJ Martin & Reimar. Um den Rest kümmern wir uns. Als besondere Spezialität  gibt’s an diesem Tag Pfannkuchen in sämtlichen Variationen:

DEFTIG mit …

… Speck (auch ohne möglich) , Champignons und frischer Petersilie;

… Hackfleisch, Salat, Mais und Käse;

… Schinken, Tomate, Käse;

… Spinat und Schafskäse;

… Tomate und Mozzarella.

Pfannkuchen mit Speck, Champignons und Petersilie.

SÜSS mit …

… Nutella, Erdnussbutter, Erdnüssen und Banane;

… Sahnequark und Obstsalat mit Mandelkrokant;

…Schmand und Preiselbeeren;

… Apfelkompott, Zimt und Zucker sowie frische Sahne;

… Zwetschgen, Zimt und Zucker sowie frische Sahne;

… einfach nur Marmelade;

… oder Zimt und Zucker.

Pfannkuchen mit Schmand und Preiselbeeren.
Pfannkuchen mit Schmand und Preiselbeeren.

Am Buffet könnt ihr euch die Pfannkuchen auch nach Lust und Laune selber zusammenstellen (Frühstücksbuffet: 12 Euro). Alle genannten Zutaten stehen dort für euch bereit. Zusätzlich gibt’s natürlich all das, was bei einem Frühstücksbuffet nicht fehlen darf. Wer ausschließlich Hunger auf einen Pfannkuchen hat, bekommt den direkt an den Tisch serviert. Kosten: zwischen 4,90 und 6,50 Euro. Wir freuen uns auf euch!

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