Dinge, die George Lucas nie veröffentlicht sehen wollte.

Auf den ersten Blick sind sie ein ungleiches Paar. Boba Fett, freischaffender Kopfgeldjäger und Bösewicht, Han Solo, selbstständiger Schmuggler, Kleinganove und Held. Sieht man allerdings etwas genauer hin, entdeckt man, dass Han Solo und Boba Fett mehr gemeinsam haben, als zunächst vermutet. Bis die beiden das selber feststellen konnten, dauerte es aber seine Zeit: „Also ich hab Hani (Han Solo: Anmerkung d. Red.) damals ja auf Bespin festnehmen und ihn zunächst an Darth Vader und später an Jabba the Hut ausliefern müssen, da er ja für die Rebellen kämpfte und ich zu dem Zeitpunkt das Imperium unterstützte“, erinnert sich Boba. Das war die erste und für Han Solo eher unerfreuliche Begegnung.

Erst Jahre später liefen sich die beiden – zufällig – wieder über den Weg. Diesmal auf Corusant, in einem der unzähligen Clubs. „Ich erinnere mich, als wär es gestern“, erzählt Han Solo freudig. „Das war auf der Tanzfläche. Wir waren beide komplett blau, dem Tanzen nach zu urteilen, hatte jeder schon mindestens zehn Hutt-Bier im Gesicht und da spielte die Cantina Band plötzlich dieses eine Lied von Eiffel 65. ‚Blue‘ heißt das. Geiler Song – wie aus einem anderen Jahrtausend! Da hat uns nichts mehr gehalten!“ Der Beginn einer Freundschaft. Der Grundpfeiler: die Liebe zur Musik der 90-er Jahre.

Aus ihrer Bierlaune heraus entstand noch am selben Abend die Idee, diese Musik ins gesamte Universum hinauszutragen. Das DJ-Duo HAN #YOLO und BOBA #SWAG war geboren. „Han ist eher so der Draufgänger, da passte das mit dem Namen ganz gut. Und es reimt sich“, erzählt Boba Fett. „Und ich bin einfach nur froh, endlich mal meinen unvorteilhaften Nachnamen loszuwerden. Wegen dem wurde ich im Kindesalter immer von meinen Mitschülern gehänselt. ‚Boba ist fett!‘ haben die gerufen. Gemeine Typen! Schade, dass auf die kein Kopfgeld ausgesetzt war!“

Seither ziehen sie in ihrer Freizeit mit dem Millennium-Falken von Sternsystem zu Sternsystem, von Galaxie zu Galaxie, die Platten und Kassetten mit den besten Hits der
90-er immer im Kofferraum.

Hauptberuflich gehen die beiden trotzdem noch ihren Jobs als Schmuggler und Kopfgeldjäger nach. Aber das Leben als DJ bringt Abwechslung und Abstand vom Alltag: „Ich dachte, dass ich auch mal aus diesem Leben in der Illegalität ausbrechen muss. Die ständige Angst, beim Schmuggeln von den imperialen Streitkräften erwischt und wieder in Karbonit eingefroren zu werden, zehrt schon sehr am Nervenkostüm“, gesteht der sonst so selbstbewusste Han Solo. Diese Anspannung sei auch für eine Beziehung nicht gerade leicht. „Chewy und geraten immer häufiger wegen irgendwelcher Kleinigkeiten aneinander, auch wenn es nur darum geht, wer heute den Abwasch erledigen soll. Da tut etwas Abstand auch mal gut!“

Für Boba Fett ist das Leben als Star-DJ ebenfalls eine  Abwechslung. Immer nur irgendwelche Kreaturen zu jagen, auf deren Köpfe mal mehr, mal weniger Geld ausgesetzt ist, das hat für ihn mehr oder weniger seinen Reiz verloren. „Es ist nicht so, dass ich mich in einer Art Midlife-Crisis befinde und mir die Sinnfrage des Lebens stelle, aber immer nur für die Bösen zu arbeiten, ist auch nicht das Wahre. Ich will irgendwie auch mal was positives bewegen. Zum Beispiel Menschen durch Musik zum Tanzen animieren. Und das kann man durch die Musik der 90-er einfach am besten!“

Wie sehr die beiden DJs aus Leidenschaft mit ihrem Herzen dabei sind, davon könnt ihr euch am Pfingstsonntag, dem 15. Mai, ab 22 Uhr im Stilbruch selber überzeugen: May the 15th be with you!

lr

 

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