Interview | „Rock Class“ Frontmann Tim Jäger

Tim Jäger, 36, Berufsmusiker aus dem kleinen Städtchen Marktheidenfeld nahe Würzburg. Als Gitarrist und Frontmann der Band „Rock Class“ tritt er morgen, Freitag  22. Juli, gemeinsam mit seinen drei Bandkollegen Tobias Pawlick (Bass), Xaver Hauck (Drums) und Krister Kunde (Keys) im Stilbruch auf. Wir haben ihm vorab ein paar Fragen gestellt.

Stilbruch: Du bist Berufsmusiker, gibst Musikunterricht und  bist außerdem Kopf der Band „Rock Class“. Bedeutet das unter der Woche den Jungmusikern mit dem Taktstock auf die Finger und am Wochenende ‚on Stage‘ ordentlich auf den Putz hauen?
Tim Jäger: Ja das könnte man so sagen, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Ich unterrichte auch viele ältere Menschen. Die Spanne geht von jung bis alt. Musik ist eben keine Frage des alters sondern der Motivation und wichtig ist, dass man Spaß an der Sache hat. Natürlich bin ich auch jedes Wochenende auf den Bühnen der Republik unterwegs. Diese Mischung ist zwar anstrengend, macht aber auch Spaß.
Verlief der Weg zum Berufsmusiker linear oder gab’s Umwege?
Musik hat mich schon immer begeistert. Ich hab meine Musikkarriere im zarten alter von 8 Jahren begonnen und mit 12 Jahren hab ich in der ersten Band gespielt. Irgendwann hat es sich dann abgezeichnet, dass ich doch professionell Musik machen möchte und hab ein Jazz-Studium in Frankfurt begonnen.
Und wie  habt ihr als Band zueinander gefunden?
Wir haben uns im Studium kennengelernt. Wir haben eigentlich als Trio angefangen, aber von der original Besetzung sind nur noch unser Bassist und ich übrig.
„Rock Class“, dem Namen nach könnte man vermuten, dass ihr das Genre des Classic-Rock bedient. Aber weil das aber zu einfach wäre, ist  dem, laut Deiner Aussage, mitnichten so. Wo kann man euch einordnen?
Der Name ist im Studium entstanden, wir haben uns gedacht, wir machen neben dem Jazz noch eine Rock Klasse, deswegen „Rock Class“ auf. Der Name hat eigentlich nichts mit dem eigentlichen Classic Rock zu tun. Das Genre betreffend sind wir eher im Blues Rock verwurzelt. Also richtig erdige, ehrliche Musik mit Ausstrahlung.
Den Großteil der Songs schreibst Du. Euer Titel „Smalltown Boy“ besingt das Leben eines Kleinstadtmusikers, der den Schritt in die Großstadt bzw. die große weite Musikwelt wagt. Autobiographisch oder Wunschvorstellung?
Ich würde sagen es ist etwas allgemeiner angelegt. Damit könnte man ja jeden Musiker beschreiben, der den Traum hat in die große Stadt zu gehen und erfolgreich zu werden.
Ihr kommt aus Marktheidenfeld, das weit hinter Würzburg liegt. In Bamberg tretet ihr aber auch häufiger auf. Was zieht euch immer wieder hier her? Bier? Menschen? Oder doch das viele Geld?
Uns gefällt besonders die einmalige Kneipenatmosphäre, die Menschen und natürlich das gute Bier. Es ist wirklich immer toll in Bamberg zu spielen und wir freuen uns natürlich auf morgen im Stilbruch. Da wir unplugged spielen, haben wir auch einige Songs im Gepäck, die wir sonst nicht spielen. Aber „Smalltown Boy“ ist auf jeden Fall auch dabei.
Spezial-Rauchbier oder Schlenkerla? 
Ich muss leider sagen, beide schmecken mir nicht wirklich. Aber dafür gibt’s im Stilbruch ja jede Menge anderer leckere Biersorten.
Stimmt, verdursten wirst Du morgen also glücklicherweise nicht! Vielen Dank, Tim Jäger, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Foto: Gareth Tynan

lr

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