Interview | Schabesos und der Rosenmontag

Das Rosenmontagskonzert der Schabesos gehört mittlerweile zum Stilbruch wie das Bier zu Bamberg. Vor ihrem Auftritt am 27. Februar haben wir Marcel, einem der musikalischen Köpfe der Band, die in dieser Formation nur einmal im Jahr auf der Bühne steht, ein paar Fragen gestellt:

Stilbruch: „Schabesos“, der Name kommt einem irgendwie spanisch vor?
Marcel Pelikan: Tatsächlich ist „Schabeso“ein alter Begriff aus Bamberg für weißes Limo und stammt von einer Limonade (Chabeso), die auf Basis von Milchsäure produziert wurde. Mein Opa hat mich früher immer gefragt, ob ich ein Chabeso möchte und dann habe ich immer die gute Albrecht Dürrer Perle von der Bamberger Limofabrik Schüller bekommen. Der Name klang auch irgendwie international und deswegen haben wir uns dann dafür entschieden.
Die Band existiert mittlerweile schon rund 15 Jahre – was war die Initialzündung?
Unseren ersten gemeinsamen Auftritt hatten wir 2003 anlässlich eines 50. Geburtstages in einer Flugzeughalle in Mannheim. Gerald, unser Bassist und Gitarrist, wurde gefragt, ob er nicht für die musikalische Untermalung sorgen könnte. Im Stilbruch hat Gerald dann aus einer Bierlaune heraus Jochen, der später von Michel abgelöst wurde, und Manu gefragt, ob sie nicht Lust hätten mitzumachen. Da ich mit Gerald schon in einer anderen Band, den Napkin Rash, Musik gemacht hatte, wurde ich später auch noch engagiert. Der damals 12 jährige Sohn von Jochen – Michi –  vervollständigte die Band als Schlagzeuger und Bekki kam später außerdem mit ihrer Geige dazu. Der erste Auftritt war damals dann doch sehr dilettantisch und die Kaffeemaschine hat immer die Sicherung raus gehauen. Aber das Publikum war trotzdem sehr euphorisch.
Und wie seid ihr damals im Stilbruch gelandet?
Wir waren und sind quasi Stammgäste. Unseren ersten Auftritt im Stilbruch hatten wir dann 2004 –  wieder bei einem 50. Geburtstag, bei dem dann auch Heiko Cookie zu uns gestoßen sind. Und ein Jahr später, 2005, wurden wir dann zum ersten mal von Steve für den Stilbruch am Rosenmontag  gebucht.
Welche Musik hat es euch besonders angetan?
Musikalisch sind wir so bunt wie unsere Mitglieder. Jeder macht Vorschläge, wir überlegen, wie und ob wir diese Songs umsetzen können und wer welchen Part übernimmt. Insgesamt sind wir aber sehr gittarenlastig und laut. Das wichtigste ist aber, dass es uns Spaß macht und wir unsere Spielfreude auch dem Publikum vermitteln können. 
Und was veranlasst euch seit so vielen Jahren, am Rosenmontag immer wieder dieses Konzert zu spielen – mittlerweile dann schon zum 12. Mal?
Es ist einfach eine saucoole Party. Es kommen immer viele Leute, wir sind eigentlich immer ausverkauft, und irgendwie haben wir es bisher immer geschafft, die Leute mitzureißen.
Den Song „Wild Thing“ von The Troggs spielt und interpretiert ihr in jedem Jahr immer wieder neu.  Auf was dürfen wir uns diesmal freuen?
„Wild Thing“ ist tatsächlich das einzige Lied , das wir vorher nie Proben. Es wir nur kurz abgesprochen wer wann sein Solo spielt, dann geht’s los. Also jedes Jahr eine Art „Überraschungsei“, und das wird es dieses Jahr auch. Also Abwarten!
Danke, Marcel, dass Du Dir die Zeit genommen hast!


Bandprofil – Schabesos
Gegründet:
August 2002
Genre:

Rockmusik
Mitglieder: 
Mazl Schabeso (Gesang, Mundharmonika)
Manu Schabeso (Gesang)
Cookie Schabeso (Gesang, Schlagwerk) 
Gerald Schabeso (Gitarre, Gesang, Bass)
Heiko Schabeso (Gitarre, Gesang)
Michi Schabeso (Trommeln & Becken)
Bekki Schabeso (Geige)
Michel Schabeso (Bass)

http://www.schabesos.de/


lr

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