Sechs Dinge, die man als Ersti in Bamberg nicht tun sollte.

Der Beginn des Studentenlebens ist eine Zeit unzähliger erster Male. Dass erste Male im Nachhinein gerne auch mal rückgängig gemacht werden wollen, gilt es zu verhindern, denn in eurer bevorstehenden Zeit im wunderschönen Bamberg ist für Reue kein Platz. Deshalb hier fünf Dinge, die ihr in Bamberg besser nicht tun solltet.

1. Das Rad unabgeschlossen rumstehen lassen.
Du machst Dich auf den Weg in die Sandstraße. Eine wilde Partynacht erwartet Dich. Voller Vorfreude und an das Gute im Menschen glaubend denkst Du Dir: „Rad absperren? Pah, das klaut doch niemand!“ Dann frag mal die Leute, die am Ende ihres Studiums ihr Rad, das ihnen im ersten Semester geklaut wurde, in der Regnitz (Fluss der durch Bamberg fließt) wiedergefunden haben. Auch mit Fahrradschloss gilt: Je dicker, desto besser!

2. Wenn das eigene Rad geklaut wurde, selber ein Rad stehlen.
Zwar kursiert die Theorie, dass es sich beim Fahrradklau um einen ewigen Kreislauf handelt und die Wahrscheinlichkeit groß ist, irgendwann wieder sein eigenes Rad zu erwischen. Die Ausrede, dass es sich beim Diebstahl lediglich um eine“ empirische Untersuchung“ zur Bestätigung eben jener Theorie handelte, dürfte die Polizei aber eher weniger interessieren. Also besser selber ein Rad kaufen.

3. Eine Abkürzung durch die Bamberger Innenstadt nehmen.
Wer mit einer mittleren bis schweren Klaustrophobie zu kämpfen hat, hat mit Bamberg und der zum Teil in der malerischen Altstadt liegenden Uni wohl den falschen Studien-Standort gewählt und sollte es besser in Bielefeld versuchen. Denn hier schieben sich Touristengruppen beim Sightseeing gegenseitig in rauen Mengen durch die Straßen. Wer es zur Prime Time, also zwischen 8.00 Uhr in der Früh und 8.00 Uhr abends, eilig hat, sollte deshalb Untere und Obere Brücke meiden.

4. In der Prüfungszeit um 8:32 Uhr in die Bib gehen.
Wie man als top informierter Ersti sicher weiß, öffnen so gut wie alle Teilbibliotheken unter der Woche um 8.30 Uhr. Die dort aktuell noch herrschende gähnende Leere entwickelt sich in der Prüfungszeit zu einem wahren Malle-Urlaub: überall besetzte Plätze, leider ohne Sonne und Meer. Aber keine Angst: Ihr müsst nicht schon am Vorabend in appleesker Manier euer Zelt vor der Bibliothek aufschlagen. Zuhause lernt es sich auch ganz schön.

5. Bitburger bestellen.
Tatsächlich läuft hierzu am Lehrstuhl für Soziologie eine gruppensoziologische Studie. Die Forschungsfrage dabei lautet: „Müssen Menschen, die in Bamberg, einer Stadt mit neun Brauereien, kein lokales Bier bestellen, mit sozialer Ächtung und Ausgrenzung rechnen“? Die Antwort lautet: Natürlich!

6. Jedes Wochenende nach Hause fahren.
Natürlich ist es angenehmer, freitags die dreckige Wäsche bei Mama abzuliefern und am Sonntag den vollen Kühlschrank der Eltern zu plündern. Aber gerade am Wochenende finden häufig die Partys statt (NIMM2-Die Indie-Party, immeramletztenfreitagimmonat!), die etwas Abwechslung in das studentische Partyleben bringen. Und da das Studium auch ein Selbststudium ist, kann man auch mal die Bedienungsanleitung für die Waschmaschine als  Klolektüre zur Hand nehmen.

Ach, und ganz vergessen:

In einer anderen Kneipe außer dem Stilbruch feiern.
Denn hier erwartet euch – neben der richtigen Musik im Ohr –  freundliches und geschultes Personal, das zwar keine fancy Cocktails mischt, wie die zahlreichen Bamberger Bars es tun, das aber weiß, wie man ein kaltes, alkohol- und hopfenhaltiges Erfrischungsgetränk liebevoll und leidenschaftlich in eine gläserne Trinkschale gießt. Prost!

lr

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