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Plattentreffen | Schwingt das Tanzbein

… heißt es, wenn Tellerdreher Knakki, Le Chopin, Feiersdorfer und Skannibal Lecter beim Plattentreffen dem Stilbruch-Publikum mit ihren Lieblingsplatten einheizen. Seit Anfang 2018 verwandeln Knakki und Co in regelmäßigen Abständen unsere Kneipe zu einer alternativen Disko. Dabei decken sie ein breites Spektrum ab: von Punk Rock über Gipsy bis Folk – die Stile sind vielfältig. Und es darf immer gezappelt und Bier getrunken werden. Welche Rolle dabei Ferdi Fuchs Würstchen und Pfümmel einnehmen, erfahrt ihr im Interview.

Die Plattentreffen-Crew

STILBRUCH: Was ist das Plattentreffen?
Das Plattentreffen ist eine Tanzveranstaltung für Jung und Alt. Wir sind ein paar Freunde, die an Punk Rock Spaß haben und gerne dazu tanzen. Ursprünglich wurde die Veranstaltung von Stefan (Stilbruch) ins Leben gerufen. Knakki hat dabei jeden Montag Platten und CDs aus seiner Sammlung aufgelegt. Nach einiger Zeit entstand gemeinsam mit Le Chopin die Idee, eine Wochenendveranstaltung zu etablieren, bei der sich alles um Punkrock, Tanz und Bier dreht.
Eines Abends brachte auch Feiersdorfer spontan seine Platten mit in den Stilbruch… seitdem ist er fester Bestandteil der Crew.

Ihr seid heute nur zu dritt. Eigentlich zählt zu eurem Kollektiv auch Skannibal Lecter.
Skannibal Lecter ist unser Ska-Experte. Mittlerweile ist er aus der Plattenkiste nicht mehr wegzudenken.
Generell steht die Idee im Raum, zusätzlich wechselnde Gast-DJs mit ins Boot zu holen. Lasst euch überraschen!

In diesem Jahr habt ihr das Sandkerwa-Warm-Up im Stilbruch gestaltet. Doch eher ungewöhnlich, oder?
Wie Profis so sind, waren wir mit unserer Planung etwas knapp dran und alle DJ-Spots waren bereits vergeben. Da dachten wir uns: Kerwa ist sowieso nicht lang genug, da schlagen wir einfach einen Tag früher zu.

Zum Technischen: wie legt ihr auf? Wie sieht das Equipment aus?
In der Regel haben wir zwei Plattenspieler und CDJs. Wir wollen einfach analog bleiben. Musik sollte in unseren Augen immer etwas zum Erleben sein. Einfach nur auf Play zu klicken erschien uns für unseren Musikstil unpassend.

Für euer Publikum haltet ihr auch immer Goodies und Preise bereit. Nennt doch mal ein paar Beispiele.
Richtig. Es werden nicht nur Platten aufgelegt, sondern es gibt auch immer etwas zu gewinnen, zum Beispiel Ferdi Fuchs Würstchen… oder Pfümmel-Shots (Anm. d. Red.: halb Kümmel, halb Pfeffi). Aber auch Jutetaschen mit Plattentreffen-Logo halten wir in limitierter Stückzahl für euch bereit. Außerdem schwarze, runde Aufkleber. Und die kleben!

Abschließend: ihr verlangt keinen Eintritt. Das ist für die Besucher natürlich ein Anreiz…
Es soll eine Veranstaltung bleiben für alle, die sich dafür begeistern können und wir wollen keine Hürde ziehen durch irgendein Eintrittsgeld.

Danke für das Interview.


Immer am dritten Freitag des Monats findet das Plattentreffen statt. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und mit Plattendreher Knakki und seinen Freunden mal einen Pfümmel-Shot trinken, ein Würstchen genießen oder einfach nur zu sanften Punkklängen das Tanzbier schwingen wollt, dann checkt die nachfolgenden Termine:

Plattentreffen - Die kommenden Termine

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Die Geschichte der einsam baumelnden Schuhe

31° C, Sommer in der Oberen Sandstraße, die Sonne knallt und röstet gerade das Paar Schuhe, das  einsam und verloren hoch oben über dem Stromkabel einer Laterne baumelt, während sich darunter Horden von schwitzenden und schnaubenden Touri-Gruppen gegenseitig durch den Sand schieben. Deren Interesse gilt freilich anderen Dingen wie beispielsweise dem auf’s Jahr gerechnet durchschnittlichen Bierkonsum eines Oberfranken. Dinge, die man wissen muss, wenn man die Bierregion schlechthin besucht. Das Paar Schuhe findet derweil keine Beachtung.

Dabei könnten einem an dieser Stelle, sofern man das Paar Schuhe überhaupt erblickt hat, gleich mehrere Fragen durch den Kopf schießen. Beispielsweise: Hat da jemand wohl für die Weitwurfdisziplin bei den Bundesjugendspiele trainiert? Wandelt der oder die ehemalige BesitzerIn seither barfuß durch die Welt? Welche Schuhgröße könnte das wohl sein? Brauche ich eigentlich gerade neue Schuhe? Und die vielleicht wichtigste Frage: Warum hängen da überhaupt Schuhe?

Diese letzte Frage lässt sich nicht genau beantworten – dafür existieren zu viele Geschichten und Mythen zur Entstehung dieses Brauchs: Die Legende besagt jedoch, dass der Ursprung in Nevada, USA, liegt, abseits des Highway 50, wo in den 90ern zwei frisch Vermählte auf dem Weg in die Flitterwochen den ersten Ehestreit ausfochten.  Als die Frau aus dem Auto steigen und wütend davon laufen wollte, griff der Mann im Zorn kurzerhand nach ihren Schuhen und warf sie hoch in die am Seitenrand stehende Pappel. Der Ärger verflog, die Frau blieb bei ihrem Mann und die Schuhe hingen seither unerreichbar in der Baumkrone. Ihrem Eheglück tat dieser Streit scheinbar keinen Abbruch, und als das Paar Jahre später zu diesem Baum zurückkamen, waren unzählige weitere Schuhe dazugekommen.

Diese Legende, wonach das „shoe tossing“ eher zufällig in den USA entstanden sei, sehen vor allem die Schotten anders. Denn in Schottland erzählt man sich, dass es unter Heranwachsenden seit jeher Tradition sei, Schuhe ins Fenster zu hängen, sobald die ihre Unschuld verloren haben. In Mexiko wiederum wirft man beim Tode eines guten Freundes ein Paar Schuhe über Stromleitungen oder Laternen als Erinnerung an den Verlust,  und in der Bronx markieren hoch oben baumelnde Schuhe die unterschiedlichen Reviere der jeweils vorherrschenden Gangs.

Gangs und getötete Freunde? Bamberg und vor allem die Sandstraße sind zwar ein hartes Pflaster, weil hart gepflastert, aber mehr eben auch nicht. Hat diese eine Person also vor kurzem ihre Unschuld verloren? Romantischer und realistischer,  also falls ja, Glückwunsch.

Ein weiterer Ansatz besagt, dass Menschen, die ihren Abschluss, ob Studium oder Schule, erfolgreich bestanden haben und die Stadt verlassen, ein Paar Schuhe in luftige Höhen befördern, als Erinnerung an gute Zeiten und an die vielen Wege, die man durch diese Stadt gegangen ist. Möglicherweise beantwortet das unserer Frage. Vorstellbar allemal. Welche Absicht tatsächlich dahinter steht, weiß wohl nur der Werfer selbst.

lr

 

Adventsstand im Sand

Die Sinne – besonders der Geruchssinn – haben wieder Hochkonjunktur.  Wenn der Duft von Nelken, Zimt und geschälten Mandarinen, von Glühwein, Punsch, Bratapfel und gerösteten Maroni in der Luft liegt, umrahmt von flackernden Kerzen, leuchtenden Lampignons und mit Lametta geschmückten Tannenbäumen, dann ist Weihnachten nicht weit. All diese Sinneseindrücke erlebt man derzeit auf einem der wohl schönsten Weihnachtsmärkte der Region – dem Adventsmarkt im Sand.

Hier zeigt auch der Stilbruch wieder, dass er’s auch woanders kann: Gleich zwei Stände versorgen euch mit Winzer-Glühwein, Punsch für Groß und Klein, warmen, gezuckerten Waffeln, Bratäpfeln in leckerer Vanillesoße oder auch mit deftigen Linsen mit Spotzn oder Wienerla.

Hier die Öffnungszeiten des Advensmarktes für den heutigen und morgigen Tag:

Samstag, 28.11.2015, 11.00 – 20.30 Uhr
Sonntag, 29.11.2015, 11.00 – 18.00 Uhr

Und abschließend ein paar Eindrücke für diejenigen, die noch den letzten Anstoß brauchen: Kommt vorbei und stimmt euch ein!