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Bier-Bildung | Wissenswertes über unser Biersortiment

Häufig stellt ihr uns die Frage, in welchen Regionen des Landes eigentlich unsere verschiedenen Biersorten beheimatet sind. Hier eine kleine Übersicht mit einigen interessanten Fakten:

#1 – Otto Hübner Bräu – Vollbier | Steinfeld (Fränkische Schweiz), Oberfranken
In der Idylle der Fränkischen Schweiz am Ursprung der Wiesent gelegen, beherbergt Steinfeld eine der traditionsreichsten Brauereien der Region. Einen Zwischenstopp, um zumindest das süffige, bernsteinfarbene Vollbier zu probieren, sollte man hier also auf jeden Fall einplanen, wenn man zu Fuß durch die vom Jura gezeichneten Kalk- und Dolomiten-Felsen wandert.

#2 – Spezial Bräu – Rauchbier | Bamberg, Oberfranken
Das Rauchbier steht für die jahrhundertealte Tradition der Bamberger Braukunst. Der Rauchgeschmack entsteht, da der Trocknungsprozesses des Malzes durch die Befeuerung mit Buchenholz beschleunigt wird. Auch die dunkle Farbe dieses Bieres ist auf diesen Räucherungsprozess zurückzuführen.

#3 – Held Bräu – Dunkles | Oberailsfeld (Fränkische Schweiz), Oberfranken
Die dunkle Farbe bekommt das altfränkische Bauernbier durch die Hinzugabe von geröstetem, tief-braunem Gerstenmalz. In Verbindung mit dem untergärigen Brauprozess entsteht so eine fein-süßliche, malzige Note, die dem Dunklen den so typischen Geschmack verleiht.

#4 – Mahr’s Bräu- U(ngespundet) | Bamberg, Oberfranken
Wie hört es sich an, wenn drei Franken jeweils ein Ungespundetes bestellen? „A U, a U, I a a U“. A U ist ein unfiltriertes Kellerbier, das, wie man dem Namen entnehmen kann, traditionell „auf dem Bierkeller“ getrunken wird und noch restliche Eiweis- und Hefestoffe beinhaltet, die diesem Bier die bekanntliche Trübe verleihen.

#5 – Keesmann – Herrenpils | Bamberg, Oberfranken
Bambergs wohl bekanntestes Pils, das bereits deutschlandweit zahlreiche Preise abstauben konnte. Herb im Geschmack, weil stärker gehopft, ist ein derartiges Pils im fränkischen Raum eher selten, da hier die süffigen Variationen des Bieres bevorzugt werden. Pilstrinker kommen also voll auf ihre Kosten.

#6 – Rothaus – Tannenzäpfle Pils | Rothaus (Schwarzwald), Baden-Württemberg
Ein Bier, das dem Hochschwarzwald (ca. 1.000 Meter über Meeresspiegel) entstammt und in den Kupferkesseln der Badischen Staatsbrauerei Rothaus nach Pilsener Brauart gebraut wird. Weder zu süß, noch zu herb.

#7 – Jever – Pils | Jever (Friesland), Niedersachsen
Im hohen Norden Deutschlands mögen sie’s herb. Entsprechend ist das Jever-Pils das bitterste in unserem Bier-Fundus.

#8 – Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn  – Weizen | Kelheim, Niederbayern
Ein Weizen ist ein mit obergäriger Hefe angesetztes Bier, dem im Brauprozess nicht nur Gersten-, sondern auch Weizenmalz beigefügt wird. Aufgrund des Reinheitsgebots  war den Bierbrauern die Herstellung dieser Bierspezialität im 16. Jahrhundert untersagt. 1872 gründete Georg Schneider I, der erste Bürgerliche Bayerns mit dem Privileg, Weizen brauen zu dürfen, das Weissbier-Bräuhaus in München, das mittlerweile von Georg Schneider VI geführt wird.

#9 – Gutmann Bräu – Weizen | Titting (Eichstätt), Oberbayern
Heute Teil Oberbayerns, wo ein Weizen eigentlich ein Weissbier ist, gehörte Eichstätt und somit auch die Brauerei Gutmann bis zur Gebietsreform 1972 zum Regierungsbezirk Mittelfranken. Was auch nach dem Wechsel blieb, war das „Weizen“.

#10 – Mönchshof – Naturradler | Kulmbach, Oberfranken
Zwar nennt sich Kulmbach selbst die heimliche Hautstadt des Bieres, ob der schier unerschöpflichen Fülle an Brauerein im Frankenland, ist hier aber wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens. Heimliche Hauptstadt des Naturradlers aber sind die Kulmbacher – das muss man ihnen lassen.

lr