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Dinge, die man gemacht haben sollte, bevor man Bamberg verlässt.

Das Wintersemester steht vor der Tür und mit ihm die hilflosen Erstis, die natürlich auf Tipps angewiesen sind, was man in seiner Zeit in Bamberg so gemacht haben sollte. Für sie, aber eigentlich auch für jedermann und jedefrau, haben wir die folgenden Punkte zusammengetragen.

1. Den Bier-Bachelor absolvieren
Einst konnte man in Bamberg, der Stadt der Brauereien, höchstoffiziell das Bier-Diplom absolvieren. Ein Abschluss, der wohl deutscher nicht sein kann und seither die Lebensläufe unzähliger Absolventen schmückt und aufwertet. Doch ist traurigerweise auch das Bier-Diplom, einst Qualitätssiegel des deutschen Bier-Bildungssystems, den Bologna-Reformen zum Opfer gefallen. Seither nennt es sich Bier-Bachelor. Danke Merkel!!1! Außerdem gibt es für die Leistung, an nur einem Tag jeweils ein Seidla in jeder der neun Bamberger Brauereien  zu trinken, kein offizielles Abschlusszeugnis mehr. Denn die Brauereien weigern sich, betrunkene Bier-Bacheloranden  zu bedienen und verweisen die Teilnehmer deshalb des Lokals. Vielleicht auch, weil einige der Bachelor-Studenten noch gar kein Bier trinken dürfen. Der Tipp: Das Ganze nicht an die große Glocke hängen. Und das Wichtigste: sich stets benehmen! Dann hast auch du vielleicht bald einen Abschluss in der Tasche, der deinen Lebenslauf etwas aufhübscht. Und an nur einem Tag hast du das Bier aller neun Bamberger Brauereien probiert – ein Muss.

2. Im Schlenkerla ein Radler bestellen
Schon mal jemanden auf fränkisch fluchen hören? Nein? Dann versuch’s doch einfach mal damit. Und wenn man schon mal da ist: Das typische Bamberger Rauchbier sollte man zumindest mal probiert haben – auch wenn die Meinungen darüber auseinander gehen.

 3. Ein Bierchen auf der Unteren Brücke trinken
An lauen Sommerabenden, wenn die Untere Brücke in der Bamberger Altstadt eher einem schillernden Laufsteg gleicht, der die Catwalks von Mailand, Madrid (Hauptsache Italien), Paris, oder New York wie matschige Feldwege aussehen lässt, darf neben dem kühlen Seidla und dem passenden Outfit natürlich die Punktetafel nicht fehlen. Denn wer an solchen Abenden, an denen einen von rechts und links schier unzählige Augenpaare anstarren, über die Untere Brücke flaniert und nicht lieber die Alternativroute über die Obere Brücke wählt, möchte auch wissen, welche Wertung er oder sie erzielt. Also immer schön die Punkte hochhalten.

4. Lisas Sumpfgrube besuchen
Wer Bamberger Kneipenkultur gepaart mit urdeutscher Schrebergarten-Atmosphäre erleben will, der ist in Lisas Gartenlaube mit Zapfanlage in der Gartenstadt genau richtig. Aber nicht alle auf einmal.

5. Auf einen Keller gehen
Funfact: Der mürrische Franke geht zum Lachen nicht nur in, sondern auch auf den Keller. Denn hier haben die Brauereien, und von denen gibt es in Bamberg und im Umland einige, früher unterirdische Lagerräume zum Kühlen ihres Bieres in den Boden getrieben. Auf diesen Kellern entstanden Schankbetriebe, wo Brauereien im Sommer ihr kühles Bier verkauften und Gäste ihre mitgebrachten Speisen verzehrten. Für diejenigen, die nichts mitbringen, gibt’s typisch fränkische Hausmannskost. Die Empfehlung an dieser Stelle: ein Schäuferla (Schweineschulter). Schmeckt mit Kloß und Sauerkraut.

6. Zur Altenburg wandern
Zugegeben, der Berg ist hoch und der Anstieg steil. Doch wer den schönsten Blick über Bamberg und das Umland haben will, dem bleibt an dieser Stelle nichts anderes übrig. Es lohnt sich!

Ach ja, einen haben wir natürlich noch:

7. Das Quiz im Stilbruch besuchen
Denn wir haben, ohne zu übertreiben, das krasseste, lustigste und einzige Kneipenquiz in Bamberg, außerdem den schlausten Quizmaster und die schönsten Quizfeen. Jeden Mittwoch ab 21 Uhr.

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Sechs Dinge, die man als Ersti in Bamberg nicht tun sollte.

Der Beginn des Studentenlebens ist eine Zeit unzähliger erster Male. Dass erste Male im Nachhinein gerne auch mal rückgängig gemacht werden wollen, gilt es zu verhindern, denn in eurer bevorstehenden Zeit im wunderschönen Bamberg ist für Reue kein Platz. Deshalb hier fünf Dinge, die ihr in Bamberg besser nicht tun solltet.

1. Das Rad unabgeschlossen rumstehen lassen.
Du machst Dich auf den Weg in die Sandstraße. Eine wilde Partynacht erwartet Dich. Voller Vorfreude und an das Gute im Menschen glaubend denkst Du Dir: „Rad absperren? Pah, das klaut doch niemand!“ Dann frag mal die Leute, die am Ende ihres Studiums ihr Rad, das ihnen im ersten Semester geklaut wurde, in der Regnitz (Fluss der durch Bamberg fließt) wiedergefunden haben. Auch mit Fahrradschloss gilt: Je dicker, desto besser!

2. Wenn das eigene Rad geklaut wurde, selber ein Rad stehlen.
Zwar kursiert die Theorie, dass es sich beim Fahrradklau um einen ewigen Kreislauf handelt und die Wahrscheinlichkeit groß ist, irgendwann wieder sein eigenes Rad zu erwischen. Die Ausrede, dass es sich beim Diebstahl lediglich um eine“ empirische Untersuchung“ zur Bestätigung eben jener Theorie handelte, dürfte die Polizei aber eher weniger interessieren. Also besser selber ein Rad kaufen.

3. Eine Abkürzung durch die Bamberger Innenstadt nehmen.
Wer mit einer mittleren bis schweren Klaustrophobie zu kämpfen hat, hat mit Bamberg und der zum Teil in der malerischen Altstadt liegenden Uni wohl den falschen Studien-Standort gewählt und sollte es besser in Bielefeld versuchen. Denn hier schieben sich Touristengruppen beim Sightseeing gegenseitig in rauen Mengen durch die Straßen. Wer es zur Prime Time, also zwischen 8.00 Uhr in der Früh und 8.00 Uhr abends, eilig hat, sollte deshalb Untere und Obere Brücke meiden.

4. In der Prüfungszeit um 8:32 Uhr in die Bib gehen.
Wie man als top informierter Ersti sicher weiß, öffnen so gut wie alle Teilbibliotheken unter der Woche um 8.30 Uhr. Die dort aktuell noch herrschende gähnende Leere entwickelt sich in der Prüfungszeit zu einem wahren Malle-Urlaub: überall besetzte Plätze, leider ohne Sonne und Meer. Aber keine Angst: Ihr müsst nicht schon am Vorabend in appleesker Manier euer Zelt vor der Bibliothek aufschlagen. Zuhause lernt es sich auch ganz schön.

5. Bitburger bestellen.
Tatsächlich läuft hierzu am Lehrstuhl für Soziologie eine gruppensoziologische Studie. Die Forschungsfrage dabei lautet: „Müssen Menschen, die in Bamberg, einer Stadt mit neun Brauereien, kein lokales Bier bestellen, mit sozialer Ächtung und Ausgrenzung rechnen“? Die Antwort lautet: Natürlich!

6. Jedes Wochenende nach Hause fahren.
Natürlich ist es angenehmer, freitags die dreckige Wäsche bei Mama abzuliefern und am Sonntag den vollen Kühlschrank der Eltern zu plündern. Aber gerade am Wochenende finden häufig die Partys statt (NIMM2-Die Indie-Party, immeramletztenfreitagimmonat!), die etwas Abwechslung in das studentische Partyleben bringen. Und da das Studium auch ein Selbststudium ist, kann man auch mal die Bedienungsanleitung für die Waschmaschine als  Klolektüre zur Hand nehmen.

Ach, und ganz vergessen:

In einer anderen Kneipe außer dem Stilbruch feiern.
Denn hier erwartet euch – neben der richtigen Musik im Ohr –  freundliches und geschultes Personal, das zwar keine fancy Cocktails mischt, wie die zahlreichen Bamberger Bars es tun, das aber weiß, wie man ein kaltes, alkohol- und hopfenhaltiges Erfrischungsgetränk liebevoll und leidenschaftlich in eine gläserne Trinkschale gießt. Prost!

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