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Interview | Schabesos und der Rosenmontag

Das Rosenmontagskonzert der Schabesos gehört mittlerweile zum Stilbruch wie das Bier zu Bamberg. Vor ihrem Auftritt am 27. Februar haben wir Marcel, einem der musikalischen Köpfe der Band, die in dieser Formation nur einmal im Jahr auf der Bühne steht, ein paar Fragen gestellt:

Stilbruch: „Schabesos“, der Name kommt einem irgendwie spanisch vor?
Marcel Pelikan: Tatsächlich ist „Schabeso“ein alter Begriff aus Bamberg für weißes Limo und stammt von einer Limonade (Chabeso), die auf Basis von Milchsäure produziert wurde. Mein Opa hat mich früher immer gefragt, ob ich ein Chabeso möchte und dann habe ich immer die gute Albrecht Dürrer Perle von der Bamberger Limofabrik Schüller bekommen. Der Name klang auch irgendwie international und deswegen haben wir uns dann dafür entschieden.
Die Band existiert mittlerweile schon rund 15 Jahre – was war die Initialzündung?
Unseren ersten gemeinsamen Auftritt hatten wir 2003 anlässlich eines 50. Geburtstages in einer Flugzeughalle in Mannheim. Gerald, unser Bassist und Gitarrist, wurde gefragt, ob er nicht für die musikalische Untermalung sorgen könnte. Im Stilbruch hat Gerald dann aus einer Bierlaune heraus Jochen, der später von Michel abgelöst wurde, und Manu gefragt, ob sie nicht Lust hätten mitzumachen. Da ich mit Gerald schon in einer anderen Band, den Napkin Rash, Musik gemacht hatte, wurde ich später auch noch engagiert. Der damals 12 jährige Sohn von Jochen – Michi –  vervollständigte die Band als Schlagzeuger und Bekki kam später außerdem mit ihrer Geige dazu. Der erste Auftritt war damals dann doch sehr dilettantisch und die Kaffeemaschine hat immer die Sicherung raus gehauen. Aber das Publikum war trotzdem sehr euphorisch.
Und wie seid ihr damals im Stilbruch gelandet?
Wir waren und sind quasi Stammgäste. Unseren ersten Auftritt im Stilbruch hatten wir dann 2004 –  wieder bei einem 50. Geburtstag, bei dem dann auch Heiko Cookie zu uns gestoßen sind. Und ein Jahr später, 2005, wurden wir dann zum ersten mal von Steve für den Stilbruch am Rosenmontag  gebucht.
Welche Musik hat es euch besonders angetan?
Musikalisch sind wir so bunt wie unsere Mitglieder. Jeder macht Vorschläge, wir überlegen, wie und ob wir diese Songs umsetzen können und wer welchen Part übernimmt. Insgesamt sind wir aber sehr gittarenlastig und laut. Das wichtigste ist aber, dass es uns Spaß macht und wir unsere Spielfreude auch dem Publikum vermitteln können. 
Und was veranlasst euch seit so vielen Jahren, am Rosenmontag immer wieder dieses Konzert zu spielen – mittlerweile dann schon zum 12. Mal?
Es ist einfach eine saucoole Party. Es kommen immer viele Leute, wir sind eigentlich immer ausverkauft, und irgendwie haben wir es bisher immer geschafft, die Leute mitzureißen.
Den Song „Wild Thing“ von The Troggs spielt und interpretiert ihr in jedem Jahr immer wieder neu.  Auf was dürfen wir uns diesmal freuen?
„Wild Thing“ ist tatsächlich das einzige Lied , das wir vorher nie Proben. Es wir nur kurz abgesprochen wer wann sein Solo spielt, dann geht’s los. Also jedes Jahr eine Art „Überraschungsei“, und das wird es dieses Jahr auch. Also Abwarten!
Danke, Marcel, dass Du Dir die Zeit genommen hast!


Bandprofil – Schabesos
Gegründet:
August 2002
Genre:

Rockmusik
Mitglieder: 
Mazl Schabeso (Gesang, Mundharmonika)
Manu Schabeso (Gesang)
Cookie Schabeso (Gesang, Schlagwerk) 
Gerald Schabeso (Gitarre, Gesang, Bass)
Heiko Schabeso (Gitarre, Gesang)
Michi Schabeso (Trommeln & Becken)
Bekki Schabeso (Geige)
Michel Schabeso (Bass)

https://www.schabesos.de/


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Stilbruch-Gesichter | Tom Stapelfeld – taktvoll-sarkastisch

Sollte er eines Tages von uns scheiden, so ist die Wahrscheinlichkeit groß,  dass er im falschen Moment und zur falschen Zeit seinen Sarkasmus nicht zügeln konnte: Tom Stapelfeld, professioneller Ironiker, nebenberuflich Musiker, Theker und die Farbe Grau in Fifty Shades of Grey.

1988 in Folge eines erfolgreich verwandelten Freistoßes als Sohn eines Profifußballers im Stadion von Lokomotive Leipzig auf die Welt gegrätscht, erlebte Tom das Ende des Kommunismus aus sichererer Entfernung, nämlich im oberfränkischen Bayreuth. Denn dort hatte sein Vater 1990 bei der SpVgg Bayreuth angeheuert, um in der Zweiten Liga von nun an den westdeutschen Rasen zu beackern.

Dass Talent nicht zwangsläufig Y-chromosomal-dominant weitervererbt wird, sollte an dieser Stelle freudig erwähnt werden. Denn trotz einiger Versuche als Wadenbeißer, Knochenbrecher und Laufwunder im Jugendfußball, blieb am Ende, außer der Kenntnis, es wenigstens versucht zu haben, von Toms eigener Kicker-Karriere nicht viel übrig.

Und so begann, was das Schicksal für ihn vorgesehen hatte: Der junge Tom ließ fortan seinen latenten Aggressionen nicht mehr auf dem grünen Rasen freien Lauf, sondern bearbeitete anstatt der Sprunggelenke seiner Gegenspieler nun die Snare Drum seines Musiklehrers. Und weil er das so fleißig tat, spielte er schon bald in der schuleigenen Schülerband. Die musste er nach dem erfolgreichen Abitur 2007 allerdings zwangsläufig verlassen. Tom ärgerte sich. Wäre er doch nur etwas dümmer geboren.

Wenn Tom S. etwas beherrscht, dann das bedeutungsschwangere Blicken in die Ferne – egal ob nach rechts oder links!

Doch wie es das Schicksal wollte, entstand im Jahr 2010 auf den Trümmern eben jener Schülerband, nachdem Tom zwischendurch ein Studium der Raumfahrt begonnen und wieder abgebrochen hatte, da es ihn schlichtweg unterforderte, ein ganz neues Musikprojekt: die Bayreuther Indie-Band We Are The Planet.

Man spielte deutschlandweit zahlreiche Gigs, unter anderem bei on3-südwild, und erklomm so nach und nach und Strebe für Strebe die Leiter in Richtung Musik-Olymp. Nachdem die Band 2015 gemeinsam mit Martin Glover (YOUTH) in London den Song Circles aufgenommen hatte, lag  bereits der fein-süßliche Duft des Erfolges in der Luft und in gar nicht allzu weiter Ferne sah man nicht enden wollende Pool-Parties, mit Alkohol, Koks und schönen Frauen in knappen Bikinis.

Doch eine durchwachsene Zündfunk-Montagsdemo-Rezension von Hobby-Ornithologe und Band-Sargnagel Thees Uhlmann, seines Zeichens verantwortlich für die Trennung der Popgruppe Echt, veränderte alles. Nein, sie veränderte nichts. Aber dennoch trennten sich nach einem letzten gemeinsamen Gig mit Charlotte im Stilbruch im Frühjahr 2015 die Wege der We Are The Planet-Bandmitglieder.

Und Tom, der im Jahre 2012 nach Bamberg gezogen war, seither im Fach Sarkasmus promoviert und als Theker im Stilbruch arbeitet, war von nun an bandlos. Durch den Jobcenter wurde er jedoch auf eine von der Band Charlotte ausgeschriebene Halbtagsstelle als Drummer und Social-Media-Beauftragter aufmerksam. Nach erfolgreicher Bewerbung gibt er dort seither den Takt vor und postet bei Facebook lustige Katzen-GIFs.

Und wenn in wenigen Monaten Toms anderthalbjährige Probezeit bei Charlotte vorüber ist, bekommt er bei Auftritten vielleicht sogar ein Mikrofon. Denn lustig ist er allemal. Und keiner vereint zwei derart ambivalente Charkakterzüge in sich, wie Tom es tut: charmant-sarkastische Scharfzüngigkeit gepaart mit liebevoll-naiver Unsicherheit.

Im Stilbruch ist er so zu einer wichtigen Stütze aufgestiegen, trotz seiner zierlichen Figur und trotz des Umstandes, dass er bei der wöchentlichen Bier-Bestellung – selbstverständlich unabsichtlich –  auch mal die zehnfache Menge Jever Fun ordert. Quizfee, Konzert-Tontechnik, Co-Hofchef der Stilbruch-Hofbar, Musik BingoO – hier ist er nicht nur Theker, das weiß Tom, und er weiß es zu schätzen: „Der Stilbruch gibt einem die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten. Man kann sich hier kreativ austoben.“ Ein Punkt ist ihm aber besonders wichtig, und den möchte er auch gerne betonen: „Immer wenn ich zur Arbeit komme, ist René da und ich weiß, dass er noch schlechter rasiert ist als ich.“

Tom Stapelfeld, der taktvoll-sarkastische Musik- und (heimliche) Jever-Fun-Liebhaber.

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Munich & Moscow Mule – Ipanema | So geht’s

Frischer Wind auf der Stilbruch-Getränkekarte: Zusätzlich zu MOSCOW & MUNICH MULE gesellt sich im Frühjahr der erfrischend würzige und alkoholfreie IPANEMA. Mit welchen erlesenen Zutaten wir diese drei Drinks für euch zubereiten und wie ihr sie zu Hause selber nachmachen könnt, seht ihr hier:

  • MUNICH MULE (0,2l)
    – Eiswürfel
    – 4cl Gin
    – mit Thomas Henry Spicy Ginger auffüllen
    – Gurkenscheiben
  • MOSCOW MULE (0,2l)
    – Eiswürfel
    – 4 cl Wodka
    – Saft einer halben Limette
    – mit Thomas Henry Spicy Ginger auffüllen
  • IPANEMA (0,3l)
    – eine geachtelte Limette
    – Rohrzucker
    – zerstößeln
    – Crushed Ice
    – mit Thomas Henry Ginger Ale auffüllen

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Vorgestellt | Kosument

Die Bandmitglieder sind…

…Marius Buck (Schlagzeug) aus dem Allgäu. Er präsentiert gerne seinen bajuwarischen Dialekt, ist fanatischer Survivaldude sowie Extremsportler mit Hang zur Selbstzerstörung und außerdem leidenschaftlicher Pilzesammler…

…Stefan Goldbach (Kontrabass) aus Bamberg, was auch die vielleicht aufkommende Frage beantwortet, warum es Konsument in den Stilbruch verschlägt. Er hat den vollsten Terminkalender der Welt, weil sein Lebensmotto, seitdem er Jim Carrey in „Der Ja-Sager“ gesehen hat, „Sag niemals nein!“ lautet, weshalb er immer einen etwas gequälten Eindruck macht…

…Marlon Kron (Rap) aus Saarbrücken, der, notorisch tiefenentspannt und mit Hang zur Depression, ein echter Texter eben, leidenschaftlich gerne textet und neue Songs kreiert…

…Hannes Gajowski (Gitarre), Rostocker, hat viele lustige Ticks, lacht viel und wirkt manchmal etwas autistisch.

Ihre Musik…

…entstand ursprünglich aus der Idee heraus, Rap und Live-Band gemeinsam auf eine Bühne zu bringen. Was in der Theorie sehr theoretisch war, war in der Praxis sehr praktisch, denn so konnten Konsument die unterschiedlichsten Einflüsse aus Jazz und Punk, aus progressiven und psychedelischen Rock mit härteren Metal-Parts zu einem neuen, einzigartigen Sound vereinen. Ihre Songs macht das – natürlich im positiven Sinne – wunderbar unberechenbar.

Auf Tour unterwegs…

… sind Konsument in 12 deutschen Städten, darunter Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und natürlich auch Bamberg, wo die vier Jungs aus Saarbrücken am 18. Februar live und in Farbe auf der Bühne stehen werden. Also: Save the date!

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Kneipensingen | Bilder

Resümee des ersten Bamberger Kneipensingens: Gemeinsam und bei vollem Haus „Barbie Girl“, „Que Sera, Sera“oder „Im Wagen vor mir“ singen  macht wesentlich mehr Spaß als alleine unter der Dusche. Und weil’s gestern mit David Saam und Res Richter – samt Stargast Charlotte – so toll war, gibt’s Mitte Februar eine weitere Ausgabe und hier einige Bilder des Abends:

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Burlesque-Bamberg | Die Kleine Modenschau

In Paris war sie gefragte Modistin, arbeitete unter anderem für Christian Lacroix, einen Modeschöpfer der „Haute Couture“, und entwarf mit eigenem Stil Kostüme für Theater und Film: Ismène Juteau. Im vergangenen Jahr kehrte sie der Mode-Weltstadt den Rücken zu und damit nach Bamberg in ihre Heimat zurück, um  eben dort, in der Mode-Provinz Oberfranken, eine frankonische Burlesque-Szene zu etablieren. Wie ihr das gelingt, zeigt sie an diesem Wochenende.

Freitag, 13. Januar:
Ab 20.30 Uhr gibt’s bei der „Kleinen Modenschau“ erst was fürs Auge, denn hier stellen 13 Models exklusive Modelle von Hellmade Corsets und Frisuren der Haarwerkstatt vor, und beim anschließenden Karaoke was auf die Ohren, denn hier werden anstatt geträllerter Balladen Heavy-Metal-Songs geschmettert.

Samstag, 14. Januar:
Ein Basar, bei dem ihr euch mit der am Vorabend präsentierten Mode eindecken könnt. Und wenn ihr außerdem Lust auf Körperkunst hat, könnt ihr euch von Mylooz, Tätowiererin aus Montreux, direkt vor Ort tätowieren lassen.

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Gitarren gestimmt – Fight Night beginnt

Proben beendet, Gitarren gestimmt, alle Vorbereitungen getroffen. Hier gibt’s noch einmal – grundlegende – Infos zur Guitar Fight Night, dieses Jahr am 27. Dezember im Live Club.

Was ist die Guitar Fight Night überhaupt?
Der Name verrät es bereits: Hier duellieren sich acht Gitarristen auf der Bühne, um am Ende des Abends herauszufinden, wer die zwei Besten unter ihnen sind. Denn angetreten wird in wechselnden Duos, um allzu exhibitionistische Selbstbefriedigungs-Soli zu unterbinden. Welches Team harmoniert am besten? Wer spielt die besten Riffs? Bei wem qualmt zuerst das Nagelbett? Hier gibt’s die Antwort. Um das Adrenalinlevel nicht dauerhaft in lebensbedrohlichen Höhen zu halten, führt durch den Abend eine Blues-Rock-Band, die auch stets die Gitarristen begleitet.

Wer ist dieses Jahr alles dabei?
An der Gitarre in diesem Jahr: Joschi Joachimsthaler (Al Breeze), Frank Schmauser (Hatred), Jürgen Hoffmann, Marc Anderton (The Anderton Experience), Peter Pelzner (Peter Pelzner&The Burning Heats), Rick Phillips (Simeon Soul Charger), Sean Samuel (Ghost In The Attic), Tim Jäger (Rock Class).

Wo gibt’s Karten?
Karten könnt ihr im Stilbruch an der Theke kaufen.

Und hier ein paar Bilder der Probe:

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Stressbefreite Vorweihnachtszeit – Geschenkideen aus dem Stilbruch

Weihnachtszeit? Entspannt? Mitnichten! Denn bevor mit der Bescherung und dem gemeinsamen Beisammensein der schöne Teil dieses Festes beginnt, rennt man, getrieben von der Frage, was man seinen Lieben wohl so schenken könnte, durch überfüllte Fußgängerzonen, hechtet von Laden zu Laden und wünscht sich, der Grinch möge dieses Jahr doch einfach mal erfolgreich sein. Deshalb, dass ihr es etwas einfacher habt, hier wenigstens ein paar Vorschläge, womit ihr euren Freunden, Verwandten und Partnern vielleicht eine Freude machen könnt.

Einen COFFEE-TO-GO-BECHER aus Bambus
Dein*e Freund*in benötigt morgens, vormittags, mittags, nachmittags, vorabends und abends ihre*seine alltägliche Dosis Coffein in Form dieser braunen Brühe, die aus Schlafzombies erst normale Menschen macht? Sie*Er schleppt stets Unmengen an Kaffeebechern nach Hause, sodass der Streit, wer nun schon wieder den Müll raus bringen muss, beinahe täglich eskaliert? Dann wird’s Zeit für einen Coffee-to-Go-Becher aus Bambus. Die Vorteile: Er ist gepresst aus Bambusfasern und Mais, besitzt dadurch die Haltbarkeit der Halbwertszeit von Uran, ist somit wiederverwendbar, man erspart unserem Planeten Unmengen an Müll, rettet mindestens den Regenwald UND zahlt in Cafés weniger für seinen Kaffee zum Mitnehmen. Die Becher gibt’s natürlich auch in vielen der zahlreichen kleinen Accessoires-Läden hier in Bamberg. Ach, und wir haben zufälligerweise eine Kaffeemaschine, die Kaffee brüht. Passt ja wie die Faust aufs Auge.

Einen gemeinsamen TANZKURS
Im Club steht dein*e Freund*in stets steif in der Ecke, bewegt sich so elegant wie ein Holzbock und nippt höchstens mal an seinem Drink? Du denkst dir: Wie gerne würde ich gemeinsam mit ihm*ihr just in diesem Moment zu Helene Fischer (läuft gelegentlich *Hust* sehr häufig *Hust* auch bei Theker Toms MusikbingoO) einen flotten Discofox aus Parkett zaubern, zu Buena Vista Social Clubs eine heißes Salsa-Feuerwerk abbrennen  oder zu Grandmaster Flash im Breakdance-Style den Boden aufwischen? Dann ab in die Tanzschule, davon gibt’s in Bamberg auch einige. Und so schwitzt man zuletzt vielleicht auch die kiloschwere Weihnachtsgans wieder aus.

Ein WHISKY TASTING
Auf Partys neigt dein*e Freund*in gerne mal dazu, die billige Spirituose aus dem Discounter im Stile eines echten Sommeliers zu bewerten, ihm fehlt dazu zumeist aber das passende Vokabular („Das riecht wie Desinfektionsmittel“ – „Das schmeckt auch so“ – Ich glaube, das macht blind“ – „Ich sehe nichts mehr“)? Dann ab zum Whisky Tasting, wo man neben einer Vielzahl unterschiedlichster Sorten auch Geschmacksvielfalt inklusive der passenden Beschreibung kennenlernt. Und wie’s der Zufall so will, bietet unsere Whisky-Karte – die von Irish Whiskey und Malt Whisky bis hin zu Scotch und Bourbon insgesamt 14 Sorten umfasst –  die passende Möglichkeit, die beim Tasting erlernte Theorie auch in der Praxis anzuwenden. Jackpot!

Karten für die GUITAR FIGHT NIGHT im LIVE CLUB
Zuhause im Wohnzimmer spielt dein*e Freund*in gerne mal Riffs auf der Luftgitarre, während sie*er sich in Dauerschleife die Solos von Carlos Santana, Mark Knöpfler, oder Jimi Hendrix reinzieht? Die Nachbarn stehen schon kurz davor, aus Wut die Wand einzureißen, und du hättest gerne wenigstens mal einen Abend Ruhe, um deinen innere Mitte wiederzufinden? Dann schick sie*ihn doch am 27. Dezember zur Guitar Fight Night in den Live Club. Die Erschöpfung nach diesem kräftezehrenden Luftgitarreneinsatz sollte dann bis zur nächsten Guitar Fight Night Ende Dezember 2017 reichen.

 

Einen haben wir abschließend noch.

STILBRUCH GUTSCHEINE
Wenn alles nichts hilft, bleiben zuletzt noch Stilbruch-Gutscheine (jeweils à 5€). Denn mit denen kann man nicht nur das schmackhafte Bier und fantastische Essen im Stilbruch bezahlen, nein, die Stilbruch-Kröten, wie sie an den internationalen Finanz- und Devisenmärkten auch genannt und gehandelt werden, sind seit ihrer Einführung vor vielen Jahren von der Inflation verschont geblieben und somit auch eine klasse Wertanlage für das Alter – fragen sie Walter Riester, der kennt sich auf diesem Gebiet aus.**

 

** Aus Angst, dass uns aufgrund dieser Aussage in naher Zukunft unzählige Menschen verklagen könnten, lösen wir hiermit auf: Das war ein Scherz.

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Interview | Charlotte

Endlich, nämlich am 23. Dezember, stehen sie wieder auf unserer Bühne – die drei adretten Herren mit unterschiedlich starkem Bartwuchs. Ein kleines vorweihnachtliches Wunder, denn seit dem letzten Auftritt im Frühjahr 2015 ist einige Zeit ins Land gegangen. Also haben wir uns entschlossen, M. Monaco, Bergmann Bergmann und Professor Commander 3000 von Charlotte vorab ein paar Fragen zu stellen:

STILBRUCH: Wisst ihr mittlerweile, wer das alles essen soll?
Bergmann Bergmann: Der Albumtitel „Wer Soll Das Alles Essen?“ ist keineswegs eine rhetorische Frage, sondern war viel mehr unser Gedanke gewesen, als wir bei Familie Monaco zum Essen eingeladen waren und Mama Monaco offenbar vergessen hatte, dass wir lediglich ein Trio sind und nicht M. Monacos Fußballmannschaft.
Vor kurzem habt ihr euren neuen Song „Kimono“ und das dazugehörige Video in den sozialen Netzwerken vorgestellt – wann folgt denn das nächste Album?
M. Monaco: Nun ja, wir haben ja eigentlich erst im letzten Jahr ein Album veröffentlicht. Jetzt verdaut doch erstmal das! Aber im Ernst: Wir haben schon wieder sehr feine neue Songs geschrieben – einer davon handelt schon wieder von Essen! Denn anders als Frauen ist Essen immer dein Freund und kann dir nicht weh tun. Aber es gibt Überlegungen, eventuell eine EP zu produzieren, auf der dann auch „Kimono“ drauf sein soll.
Was fasziniert euch so an dem Thema Frauen, Herzschmerz und Beziehung – siehe auch den neuen Song Kimono – so sehr, dass ihr es in euren Liedern immer wieder aufgreift und besingt?
Bergmann Bergmann: Der Philosoph, Ethnobotaniker und Schlagersänger Ignaz Hirnbeißer hat einmal gesagt: „Ein Lied, das nicht von der Liebe handelt, ist es nicht wert überhaupt gesungen zu werden.“ Da hat er Recht. Ich ergänze: Lieder über Essen. Aber das sind ja auch irgendwie Lieder über Liebe.
Euer Sound kommt mit drei Instrumenten – Bass, Gitarre und Schlagzeug – aus. Was macht ihn trotz dieses Minimalismus so eingängig und variantenreich?
Bergmann Bergmann: Jahrzehntelang war das Charlotte-Motto ja „Ohne Proben nach oben!“. Wir haben also versucht, uns auf unserem vermeintlich charmanten Dilettantismus auszuruhen. Dann kam Professor Commander Tom 3000 in die Band. Jetzt ist vieles anders. M. Monaco und ich sind zwar nach wie vor extreme Dilettanten, aber der Professor hat uns mit seinen enormen Skillz in eine naise Kapelle verwandelt, so vong Groove her.
Ende Oktober habt ihr mit „Von Wegen Lisbeth“, einer Band, die gerade deutschlandweit am Durchstarten ist, einen Gig in Würzburg gespielt. Wie kam’s dazu?
Bergmann Bergmann: Die Lisbeths machen das eigentlich nur aus Schuldgefühlen uns gegenüber. Als sie 2014 nach einem Gig im Sound ’n‘ Arts bei mir übernachtet haben, war meine WG weitgehend verwüstet. Ich musste den Zugang in meine Schlafzimmer erst freisägen. Und so kommt es eben, dass sie uns ab und an als Support spielen lassen. Und ja: Wir gedenken weiterhin, ihr schlechtes Gewissen schamlos auszunutzen!
Wo seht ihr Charlottes Zukunft?
M. Monaco: Charlotte ist jetzt 14 Jahre alt. Eine pubertierende Göre, schrecklich! Ich denke, wenn sich ihr Hormonhaushalt etwas eingependelt hat, so mit 17, also im Jahre 2019, wird es soweit sein: Dann kommt der Durchbruch!
Prof Commander 3000: Wir machen das ja auch der Frauen wegen. Meine Mama kommt zum Beispiel ab und zu zum Konzert.
Am 23. Dezember spielt ihr bei Nimm2 im Stilbruch. Was ist euer persönlicher Bezug zu Nimm2 und wie kam’s dazu?
Bergmann Bergmann: Toll, dass Nimm2 eine Heimat im Stilbruch gefunden hat! Dennoch werde ich ganz nostalgisch, denke an die Zeiten im Morphclub. Aber eigentlich kann ich mich gar nicht richtig erinnern, ich war ja immer so betrunken. Na, also gut: Bei Nimm2 sind immer viele Mädels, das gefällt uns. Und wenn wir dann auch noch auf der Bühne stehen dürfen, haben wir einfach den besseren Überblick.
Prof Commander 3000: Die Musik, die Max bei Nimm2 spielt, sagt mir sehr zu, außerdem bin ich immer für ne gute Party mit guten Leuten zu haben und da komm ich bei Nimm2 eigentlich immer auf meine Kosten. Außerdem finde ich es cool, dass das alte Konzept (Band + DJ) wieder auflebt und wir den Jahresabschluss darstellen.
Wichtelt ihr zu Weihnachten untereinander oder verdient ihr als Bamberger Indie-Sternchen mit der Band so viel, dass jeder jedem etwas schenkt?
Bergmann Bergmann: Was schenkt man Bandkollegen, die schon alles haben? Ich habe lange in meinem vergoldeten Jacuzzi über eben jene Frage nachgedacht und konnte auch nach einem ausgewogenen Champagner-Kaviar Frühstück keine befriedigende Antwort finden. Vielleicht fällt mir beim Schwimmen in meinem Geldspeicher noch etwas ein, aber wir müssen auch weiter, meine Rolex sagt, es ist schon kurz vor Siemens und die Fahrer unserer Rolls Royce wartet nicht so gerne.
Okay, letzte Frage: Welche Frage wurde euch als Band noch nicht gestellt und was ist die Antwort darauf?
Professor Commander 3000: Als Band hat uns bisher keiner gefragt: „Kann ich noch einen Rollmops haben?“ Die Antwort wäre natürlich „Passierschein A38!“
Danke!

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